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Logistikkennzahlensystem

Unter einem Logistikkennzahlensystem versteht man eine systematische Zusammenstellung von sinnvoll abgestimmten, sich ergänzenden und erklärenden Logistikkennzahlen, die auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sind. Hinsichtlich der Beziehungen zwischen den Kennzahlen wird zwischen Rechen- und Ordnungssystemen unterschieden.

Rechensysteme zeichnen sich durch mathematische Beziehungen zwischen den Kennzahlen aus, die eine Verdichtung zu einer Spitzenkennzahl erlauben. Ordnungssysteme verzichten hingegen auf eine rechentechnische Verknüpfung und systematisieren nach betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen. Ein rechentechnisches Kennzahlensystem für die Logistik wurde von Weber vorgestellt. Problematisch ist jedoch, dass Logistikkennzahlen überwiegend nicht-monetäre Größen darstellen, die sich aufgrund unterschiedlicher Dimensionen nicht ohne weiteres zu einer Spitzenkennzahl verdichten lassen. Als Ausweg wählt Weber eine nutzwertanalytische Vorgehensweise, um zu der Spitzenkennzahl „Logistikeffizienz“ zu gelangen, die sich aus der Gegenüberstellung eines Logistikleistungswerts als Repräsentant des Logistik-Outputs und eines Logistikkostenwerts, der den zur Leistungserstellung benötigten Input widerspiegelt, ergibt. Beide werden — ausgehend von den logistischen Kostenstellen und den dort ablaufenden Prozessen — über eine mehrstufige Aggregation ermittelt. Die Aussagefähigkeit der so berechneten Spitzenkennzahl muss jedoch aufgrund des hohen Abstraktionsgrades und der hohen Interpretationsbedürftigkeit angezweifelt werden. Die übrigen in der Literatur vorgestellten Logistikkennzahlensysteme von Pfohl, Reichmann und Schulte sind daher entweder als reine Ordnungssysteme (Reichmann und Schulte) oder als kombinierte Ordnungs- und Rechensysteme (Pfohl) konzipiert. Die einzelnen Logistikkennzahlen werden einerseits nach den Phasen des Güterflusses in Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik und andererseits nach den logistischen Funktionen (Lagerung, Transport etc.) systematisiert.

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