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Mindestreserve

Einlage, die eine Bank zinslos bei der Deutschen Bundesbank unterhalten muss. Die Höhe der Mindestreserve entspricht einem bestimmten geldpolitisch (-s Geldpolitik) festgelegten Prozentsatz der Kundeneinlagen (Einlagen). Für Sichtverbindlichkeiten, befristete Verbindlichkeiten und Spareinlagen existieren verschiedene Prozentsätze, die in der Reihenfolge der genannten Einlagearten abnehmen. Mindestreservepolitik

Die Mindestreserve verpflichtet die Kreditinstitute, für bestimmte Verbindlichkeiten in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes (Mindestreservesatz) Guthaben beim Eurosystem zu unterhalten.

Die Pflicht zur Unterhaltung von Guthaben durch die Geschäftsbanken bei der Deutschen Bundesbank wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) in modifizierter Form übernommen. Die Mindestreserve wird nun erstmals verzinst, und zwar mit dem Zinssatz am unteren Ende des von der EZB festgelegten Zinskorridors.

Zinslose Pflichteinlage der Kreditinstitute bei der Deutschen Bundesbank. Die Mindestreserveverpflichtung gehört zur Basis der langfristigen Geldmengensteuerung der Bundesbank. Der Höchstsatz für Sichteinlagen ist 30 %, für Termineinlagen 20 %, tatsächlich z.Z. für beide 2 %, für Spareinlagen 10 %, z.Z. 1,5 %. Ob die Mindestreservepflicht von der Europäischen Zentralbank verordnet werden kann, ist noch offen.

ist ein Betrag, den -Kreditinstitute bei der Deutschen Bundesbank unverzinslich hinterlegen müssen. Die Mindestreservebeträge werden in Prozent von den Verbindlichkeiten der Kreditinstitute, also von den im Passivgeschäft hereingenommenen •Einlagen usw., berechnet. Die Mindestreservesätze werden von der Deutschen Bundesbank zur Steuerung der Entwicklung der Geldmenge je nach Erfordernis festgesetzt. Die Möglichkeit der Geldschöpfung der Banken wird dadurch beeinflußt.

Pflichtguthaben, das die » Kreditinstitute in prozentualer Relation zu bestimmten (kurz und mittelfristigen) Verbindlichkeiten, insbesondere Einlagen (Einlagenarten), bei der Zentralbank ihres Landes in der Regel unverzinslich unterhalten müssen. Die Anordnung von Mindestreserven ist ein (aus den USA stammendes) währungspolitisches Instrument (Geld und Kreditpolitik) auch der Deutschen Bundesbank. Rechtsgrundlage ist das BBankG; Durchführungsbestimmungen enthält die Anweisung über Mindestreserven (AMR) der Bundesbank. Die Höhe der Mindestreserve (Reserve-Soll) des einzelnen Kreditinstituts wird bestimmt durch den Monatsdurchschnitt der reservepflichtigen Verbindlichkeiten unter Abzug des monatlichen Durchschnittsbestands an inländischen gesetzüchen Zahlungsmitteln einerseits und die angeordneten, innerhalb bestimmter Grenzen variierbaren Reservesätze andererseits. Dem Reserve-Soll steht die »Ist-Reserve«, d. h. der Monatsdurchschnitt der Guthaben auf Girokonten bei der Bundesbank gegenüber. wird das Reserve-Soll nicht ergeht, sind »Sonderzinsen« zu entrichten. Die Reservesätze sind differenziert nach der Art der reservepflichtigen Verbindlichkeiten (Spareinlagen, befristete Verbindlichkeiten, Sichteinlagen), die wiederum in jeweils drei Reservestufen (sog. Progressionsstufen) eingeteilt sind. Wenn es währungspolitisch angezeigt ist, werden Verbindlichkeiten gegenüber Gebietsfremden oder der Zuwachs an reservepflichtigen Verbindlichkeiten mit besonderen Reservesätzen belegt.

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: Die Mindestreserve ist das unverzinsliche Guthaben eines Kreditinstitutes bei einer Zentralbank (Bundesbank).

Die Mindestreserve gehört zu den Instrumenten zur Steuerung der Geldmenge. Setzt eine Zentralbank die Mindestreserve herauf, reduziert sie die umlaufende Geldmenge: wird die Mindestreserve gesenkt, expandiert die Geldmenge. In der Bundesrepublik Deutschland wird anstelle der Mindestreservepolitik überwiegend die Zinspolitik zur Geldmengensteuerung eingesetzt.

Grobsteuerungsinstrument im geldpolitischen Instrumentarium der Zentralbank. Von Banken bei der zuständigen Zentralbank zu unterhaltende, meist nicht verzinste Einlagen, deren Höhe die Zentralbank nach ihren geldpolitischen Strategien und Zielen festsetzt und ggf. variiert.

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