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Normalstrukturthese

Behauptung typischer Veränderungen der Wirtschaftsstruktur im Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung. Diese Aussage findet sich bereits in der Theorie der Industrialisierungsstadien und der Drei-Sekto- ren-Hypothese, wurde jedoch theoretisch und empirisch seit Anfang der 60er Jahre insb. von Hollis B. Chenery zur Normalstrukturthese weiterentwickelt. Danach ist die wirtschaftliche Entwicklung, gemessen am Pro-Kopf-Ein- kommen, mit typischen Änderungen der Nachfragestruktur und der Angebotsbedingungen verknüpft (Strukturänderungsfak- toren), deren simultaner Einfluss spezifische Produktionsstrukturen bewirken. Empirische Tests, hauptsächlich in der Form von Querschnittsanalysen, bestätigten die Hypothese von Normalmustern bei bestimmten Entwicklungsniveaus. Eine normative Interpretation ist aber angesichts länderspezifischer Besonderheiten problematisch; zudem gibt es empirische Anhaltspunkte dafür, dass Länder um so höhere Wachstumsraten des Sozialprodukts hatten, je mehr ihre Strukturen vom Normalmuster abwichen. Auch ihre Eignung als diagnostisches Referenzsystem, aufgrund dessen nationale Entwicklungen als singulär oder generellstrialisierungsthese), darf wegen des Fehlerbereichs einzelner Schätzfunktionen und der Probleme, die mit der Übertragung der Ergebnisse von Querschnittsanalysen auf historische Abläufe verbunden sind, nicht überschätzt werden.    Literatur: Görgens, E., Wandlungen der industriellen Produktionsstruktur im wirtschaftlichen Wachstum, Bern, Stuttgart 1975. Juen, Chr., Die Theorie des sektoralen Strukturwandels, Bern u. a. 1983.

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