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Querschnittsanalyse

Die Querschnittsanalyse ist die einmalige Erhebung und Auswertung eines Ist-Zustandes. Sie wird in der Marktforschung zur Ermittlung des , Marktpotentials eingesetzt. Dabei werden Querschnittsdaten erhoben, die zu einem Zeitpunkt bei verschiedenen Untersuchungsobjekten die Ausprägungen einer oder mehrerer Variablen messen.

[s.a. Längsschnitt-analysel Gegenstand der Querschnittsanalyse ist die einmalige Erhebung und Auswertung eines Ist-Zustandes. Querschnittsdaten liegen vor, wenn zu einem Zeitpunkt bei verschiedenen Untersuchungsobjekten die jeweiligen Ausprägungen einer oder mehrerer Variablen gemessen werden (Datenmatrix). Utk der Querschnittsanalyse sind der Vergleich der Ausprägungen der Variablen bei unterschiedlichen Erhebungseinheiten und die darauf aufbauende Analyse der Auswirkungen der Charakteristika der verschiedenen Objekte auf die Ausprägung der erhobenen Variablen.

Die Querschnittsanalyse soll Strukturunterschiede sichtbar machen, während Ldngsschnittanalysen i.d.R. Verhaltensänderungen erfassen.

So kann durch eine Querschmttsanaly-se bei verschiedenen Haushalten durch eine Einkommens- und Verbrauchsstichprobe ermittelt werden, inwieweit sich bei Haushalten (Untersuchungsobjekte) verschiedener Emkommensklassen (Charakteristikum) unterschiedliche Verbrauchsmengen eines bestimmten Produktes (Ausprägungen der erhobenen Variablen) zeigen.

wird mit Hilfe von Querschnittsdaten i. d. R. als Partialanalyse durchgeführt (z. B. Nachfrageuntersuchungen für die Ermittlung des Marktpotentials). Im Gegensatz zur Längsschnittsanalyse (Zeitreihenanalyse), in der die Verhaltensänderungen erfasst werden, verfolgen Querschnittsanalysen das Ziel, Strukturunterschiede zu erkennen, z. B. spezielle haushaltstypische Einkommens-Verbrauchs-Relationen zu ermitteln und damit die Haushaltsstruktur und die Einkommensschichtung in ihren wechselseitigen Beziehungen zu analysieren. Modelle auf der Grundlage von Querschnittsdaten sind statisch, so dass eine Aussage über den zeitlichen Verlauf ohne restriktive Annahmen, z. B. über die Ausgabenstruktur eines Haushalts, nicht möglich ist. Zur Lösung dieses Problemes bietet sich die simultane Auswertung von Quer- und Längsschnittsdaten an, um Verlaufsinformationen mit Strukturdaten insb. auf der Mikroebene der Haushalte und Unternehmen zu verknüpfen.        Literatur: Krug, WINourney, M., Wirtschafts- und Sozialstatistik: Gewinnung von Daten, 2. Aufl., München, Wien 1987.  

Forschungsdesign

(Querschnittsuntersu­chung): In der empirischen Sozialforschung wird grundsätzlich zwischen Querschnittsunter­suchungen und – Längsschnittuntersuchungen unterschieden. Kennzeichen von Querschnittser­hebungen ist es, dass die untersuchten Variablen nur zu einem bestimmten Zeitpunkt beobachtet werden. Ziel von Querschnittsuntersuchungen kann nur der Vergleich der Ausprägungen einzel­ner Variablen bei den unterschiedlichen Erhe­bungseinheiten, d.h. die Kovariation zwischen den Variablen, sein. Für die Analyse von Prozes­sen und die Veränderung von Variablen im Zeit­verlauf hingegen eignen sich Verfahren der Längsschnittanalyse. Vorwiegend Kostenerwä­gungen, aber auch spezifische Analysevorteile der Querschnittsanalysen lassen es mitunter ge­raten erscheinen, auch Querschnittsanalysen als Substitute für Längsschnittanalysen heranzuzie­hen. Zu den spezifischen Auswertungsvorteilen von Querschnittsanalysen auch dynamischer Prozesse sind nach Franz Urban Pappi vor allem die folgenden Faktoren zu rechnen:

1. Querschnittsanalysen bieten oft eine größere Streuung bei Variablen, die sich im Zeitverlauf nur allmählich ändern. Die Streuung von Varia­blen wie persönliches Einkommen, Ausbildung, gruppenspezifische Normen, hierarchische Strukturen usw. z.B. ist in einer - Zeitreihenun­tersuchung weitaus geringer als in einer Quer­schnittsuntersuchung. “Während Longitudinalda­ten hier meist nur wenig aussagefähig sind, ermöglichen es Querschnittsanalysen auch, den Einfluss solcher Variablen auf die zu erklärenden Phänomene zu testen und ihre Bedeutung in Re­lation zu anderen Erklärungsfaktoren herauszu­arbeiten” (F. U. Pappi).

2. - Multikollinearität von Variablen, durch die eine Analyse vieler Zeitreihenuntersuchungen er­schwert wird.

3. Da Querschnittsuntersuchungen nicht dem schwer kontrollierbaren Wandel der Bedeutung einzelner Indikatoren im Zeitverlauf unter dem Einfluss von Veränderungen der Sprache, der Bezugsgruppen usw. unterliegen, die ein cha­rakteristisches Problem langfristiger Zeitreihen­studien darstellt, ist die - Validität (Gültigkeit) der Operationalisierungen in Querschnittsstu­dien weitaus höher als in Längsschnittanalysen. Querschnittsfunktion: Nach Heinrich Fromm nimmt die - Ordnungsfunktion im Unternehmen interne Dienstleistungen gegenüber den anderen Bereichen des Unternehmens wahr. Sie ist da­durch charakterisiert, dass sie für erforderliche direkte Einwirkungen auf andere Bereiche weder auf unverbindliche Beratung beschränkt ist, noch fachliche Weisungsrechte besitzt, sondern sich auf Beteiligungspflicht und Vetorecht abstützt. Dafür verwendet Fromm die Bezeichnung Quer­schnittsfunktion. Fromm: “Der Begriff Ordnungs­funktion ist der allgemeinere und bringt zum Aus­druck, dass diese Funktionsart auf ihrem jeweili­gen Fachgebiet die Aufgabe hat, auf alle anderen Bereiche, in denen dieses Fachgebiet auftritt, nach einheitlichen Gesichtspunkten unmittelbar fachlich ordnend einzuwirken.
Die Ordnungsfunktionen wirken also auf ihren Fachgebieten quer in alle Bereiche hinein, in de­nen ihr Fachgebiet eine Rolle spielt. Sie wirken sowohl in die Hauptfunktionen wie in die anderen Ordnungsfunktionen, wie in die Stabsfunktionen hinein. Sie sind für diese Einwirkung mit dem Ve­torecht auf Gegenseitigkeit ausgestattet. Für die anderen Bereiche besteht gegenüber der Ord­nungsfunktion in Fragen des Fachgebietes der Ordnungsfunktion Beteiligungspflicht, für die Ordnungsfunktion Mitwirkungspflicht. Umgekehrt besteht auch für die Ordnungsfunktionen Beteili­gungspflicht gegenüber den Bereichen, in die sie hineinwirken, und für diese Mitwirkungspflicht. Durch Beteiligungspflicht und Vetorecht entsteht gegenseitige Zustimmungsabhängigkeit im Fachgebiet der Ordnungsfunktion. Beide Seiten sind gezwungen, sich in allen gemeinsam zu be­handelnden Fragen zu verständigen, d.h. einen Kompromiss zu suchen, dem beide unter dem Gesichtspunkt ihrer unterschiedlichen aufgaben­bedingten Belange zustimmen können.”

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