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Risikoprämie

1. Finanzierungstheorie: über den Konsumverzicht hinausgehender Renditebestandteil als Entschädigung für die von Anlegern eingegangenen unterschiedlichen Risiken. Sie ist Bestandteil der Preisbildung auf unvollkommenen Finanzmärkten. Ursachen für die Existenz von Risikoprämien sind: (1)   Einzelwirtschaftlich nicht beeinflussbare Faktoren Prämien für das Zinsänderungsrisiko: Nach der Frist der Kapitalanlage kommt es zu Renditen unterschiedlicher Höhe. Diese unterschiedliche Zinsstruktur drückt die Erwartungen der Kapitalanbieter und -nachfrager über die künftige Zinsbildung aus. Da die Unsicherheit über die Zinsentwicklung für längere Zeiträume zunimmt, erfordert das Hinausschieben des Zeithorizontes seinerseits einen höheren Renditeaufschlag. Prämie für das Geldentwertungsrisiko: Inflatorische Tendenzen beeinträchtigen das Mindestziel jedes Kapitalgebers, am Ende der Anlageperiode die ursprüngliche Kaufkraft zurückzuerhalten. Kapitalgeber erhöhen somit ihre Renditeforderung, wenn sie mit Preissteigerungen rechnen. (2)   Unternehmensindividuelles Bonitätsrisiko Prämien für das Geschäftsrisiko (existentielles Risiko): Mit zunehmender Instabilität der erwarteten Bruttogewinne erwarten Kapitalgeber eine höhere Risikoprämie. Bezugspunkt für die Beurteilung des existentiellen Risikos von Unternehmen ist häufig die jeweilige Branchensituation. Prämie für das Kapitalstrukturrisiko (finanzielles Risiko): Die Gestaltung der Kapitalstruktur nach Eigenkapital und Fremdkapital verstärkt oder vermindert die durch das existentielle Risiko vorgegebene Dispersion der Gewinne (Leverage-Effekt). Kapitalgeber drängen deswegen i. d. R. auf eine Verbesserung der Eigenkapitalquote bzw. fordern bei einer im Vergleich zur Branche zu stark verschuldeten Unternehmung eine dem höheren finanziellen Risiko angemessene Risikoprämie. 2. Versicherungswirtschaft (Prämiengestaltung).

Geldbetrag für übernommenes Risiko (z. B. bei Wertpapieren mit geringer Bonität [ Rating]). Bestandteil des – Zinses.

Im Gewinn der Bank enthaltenes Äquivalent für das allgemeine Unternehmerrisiko (-wagnis) bzw. das existenzielle Risiko.

Vorhergehender Fachbegriff: Risikopräferenz (Risikoaversion, Risikofreude, Risikoneutralität) | Nächster Fachbegriff: Risikoprämie



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