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Kapitalstruktur

ist das Verhältnis von -j Fremdkapital zu Eigenkapital und gibt somit Auskunft über Höhe und Art des Verschuldungsgrades.

Die Zusammensetzung des Kapitals bzw. der Kapitalrechte (Mittelherkunft) eines Unternehmens aus Eigen- und Fremdkapital wird als die Kapitalstruktur bezeichnet. Sie ist aus der Passivseite der Bilanz ablesbar. Häufig dient der Verschuldungsgrad dazu, die Kapitalstruktur anzugeben. Die Kenntnis der Kapitalstruktur ist insbesondere für eine Beurteilung der Finanzierung bzw. von Finanzierungsmaßnahmen notwendig. Eine Kapitalstruktur wird als optimal angesehen, wenn bei gegebenem Gesamtkapital die Unternehmung nicht mehr in der Lage ist, durch Substitution von (teurem) Eigenkapital durch (billigeres) Fremdkapital die durchschnittlichen Gesamtkapitalkosten weiter zu reduzieren bzw. den Marktwert des gesamten Unternehmens zu steigern.

siehe Finanzierungsziele, Finanzierungsregeln

Die Kapitalstruktur ist der Aufbau und die Zusammensetzung des Kapitals einer Unternehmung insbesondere in rechtlicher und zeitlicher Hinsicht.

Die Kapitalstruktur einer Unternehmung läßt sich auf der Passivseite ihrer » Bilanz ablesen. Die Praxis hat »Regeln« über die optimale Kapitalstruktur entwickelt. Man unterscheidet zwischen vertikaler Kapitalstrukturregel und horizontaler KapitalVermögensstrukturregel. Die vertikale Kapitalstrukturregel verlangt, daß das Eigenkapital größer ist als das Fremdkapital. Als sog. »goldene Finanzierungsregel« verlangt die horizontale KapitalVermögensstrukturregel, daß das Kapital nicht kürzer befristet sein soll als es vom Vermögensmittel benötigt wird. Die zweite Version, die sog. »goldene Bilanzregel«, verlangt in der strengen Form, daß das Anlagevermögen mit Eigenkapital gedeckt sein müsse und daß für das Umlaufvermögen Fremdkapital verwendet werden könne; in weniger strenger Form wird verlangt, daß das Anlagevermögen durch Eigenkapitai und langfristiges Fremdkapital gedeckt sein müsse. Untersuchungen (z. B. Deutscht Bundesbank, Heft 11/1973) haben gezeigt, daß diese Regeln zur Kapital und Vermögenstruktur von der deut schen Wirtschaft kaum eingehalter, werden. Gleichwohl spielen sie bei herkömmlichen Kreditwürdigkeitsprüfungen (Finanzwirt schaftliche Kennzahlen) noch immer eine große Rolle.

1. Strukturelle Zusammensetzung der Passivseite der Unternehmensbilanz. Durch Kapitalstruk-turkennzahlen abgebildet. Diese dienen der Analyse und Verdeutlichung der Kapitalstruktur; z.B. Verschuldungsgrad, Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital, kurz- zu langfristigem Kapital usw. Wichtig in der Kreditwürdigkeitsprüfung.

Kapitalstrukturregeln

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