Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Schwarzer Freitag

(engl.:Black Friday) Der Schwarze Freitag war mehrfach ein Unglückstag für Banken und Börsen. Allg. umgangssprachl. Bezeichnung für plötzliche und gewaltige volkswirtschaftliche Zusammenbrüche (nicht nur Börsenkurszusammenbrüche). Der Name resultiert daher, dass historisch einige davon auf einen Freitag datiert werden. In Deutschland gilt vor allem der 10.7.1931 als Schwarzer Freitag: An diesem Tag verweigerte die Reichsbank weitere Scheckeinlösungen der Darmstädter und Nationalbank mit der Folge zahlreicher Zahlungseinstellungen, wodurch die sich bereits durch eine grosse Depression ankündigende Grosse Bankenkrise offen ausbrach.

Am Freitag, dem 11. Mai 1866 brach das Londoner Bankhaus Overend and Gurney zusammen. Am Freitag, dem 9. Mai 1873 begann der Krach der Gründerzeit. Auch der 13. Mai 1927 galt nach den Kursverlusten an deutschen Börsen als Schwarzer Freitag. Der Börsenkrach von 1929 in New York begann am Mittwoch den 23.Oktober, er führte aber erst am Freitag zum größten Kurssturz aller Zeiten.

Mit diesem Begriff wird eine schwere Krise der Wirtschaft, der Börse oder des Bankensystems bezeichnet. Zufälligerweise fielen derartige Krisen bisher stets auf einen Freitag. Der erste Börsenkrach fand am 24.9.1869 statt, es folgte der sogenannte Gründerkrach am 9.5.1873, der das Ende des Booms der deutschen Gründerzeit bedeutete. Der Börsenkrach vom 13.5.1927 brachte infolge von Devisenbewirtschaftung Kursstürze an den deutschen Börsen. Am 25.10.1929 ereignete sich der berüchtigte Kurssturz an der Wall Street in New York, der das Ende der amerikanischen »Prosperity« und den Beginn der Weltwirtschaftskrise anzeigte. Am 10.7.1931 schließlich fand die sogenannte Bankenkrise statt: Die deutsche Wirtschaft hatte gegenüber dem Ausland ca. 15 Mrd. Reichsmark Auslandsschulden, die Österreichische Creditanstalt geriet in Schwierigkeiten. In Verbindung mit einem Fehlbetrag des deutschen Reichshaushalts von 1,25 Mrd. Reichsmark führte dies zum Abzug von Auslandsgeldern, durch den die Darmstädter und Nationalbank ihre Schalter schließen mußten. Anhaltende Abzüge von Einlagen durch Inländer bei weiteren Banken folgten. Deswegen wurde später die Bankenaufsicht eingeführt.

Unglückstag, der mit Bankzusammenbrüchen und Kurszusammenbrüchen an der Börse assoziiert wird. Folgende Ereignisse werden genannt: (1)     11. Mai 1866 Zusammenbruch des Bankhauses Overend and Gurney, London; (2)     9. Mai 1873 Umschwung nach der Gründerzeit in Deutschland; (3)     13. Mai 1927 Kursverluste an den deutschen Börsen. (4)     Der grösste Kurszusammenbruch aller Zeiten in der Wall Street begann am Mittwoch und Donnerstag, dem 23. und 24. Oktober 1929, nicht am Freitag, dem 25. 10. 1929.

Vorhergehender Fachbegriff: Schwarzarbeit | Nächster Fachbegriff: Schwarzer Kasten



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : Vollstreckungsorgan | HIFO (highest in, first out) | Doppelgesellschaft

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2017 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon