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Systeme vorbestimmter Zeiten

allgemein zugängliche, arbeitssystemunabhängige überbetriebliche Verfahren der Vorgabezeitermittlung. Sie basieren auf der Annahme, dass manuelle Tätigkeiten in Bewegungselemente (Therbligs), z. B. Hinlangen, Bringen, Greifen, zerlegt werden können. Dabei werden diesen Elementen unter Berücksichtigung von Einflussgrössen (z. B. Entfernung des zu greifenden Gegenstands) durch Bewegungs- und Zeitstudien genormte Elementarzeiten zugeordnet. Diese Zeiten sind für alle Arbeitenden entsprechend dem Segurschen Gesetz ("Innerhalb praktischer Grenzen sind die von allen erfahrenen Arbeitern benötigten Zeiten zur Ausführung echter Grundbewegungen konstant") verbindlich und realisierbar. Mit ihnen lassen sich aus der Zusammensetzung der Bewegungselemente die geplanten Grundzeiten eines Arbeitsganges bestimmen. Die Entwicklung der Systeme vorbestimmter Zeiten führte zu zahlreichen Varianten in Form von Grund- und abgeleiteten Verfahren. In der Bundesrepublik Deutschland sind verbreitet: Methods-Time-Measurement-Verfahren (MTM) (Deutsche MTM-Vereinigung e. V., Hamburg) und Work-Factor-Verfahren (Work-Factor-Gemeinschaft für Deutschland e. V., Frankfurt a. M.). Die Systeme vorbestimmter Zeiten dienen der systematischen Arbeitsplatzdiagnose und Arbeitsplatzgestaltung sowie der leistungsgerechten Entlohnung. Ihre Problematik liegt (wie bei allen personenbezogenen Zeitplanungssystemen) im Bereich der Vorgabe einer Leistungsnorm und in der fehlenden ergonomischen Fundierung nach dem BelastungsBeanspruchungs-Ansatz sowie in der weitgehenden Regelung der manuellen Bewegungsabläufe.                  Literatur: Brink, H.-J., Vorgabezeitermittlung mit Systemen vorbestimmter Zeiten, in: Kern, W. (Hrsg.), HWProd, Stuttgart 1979, Sp. 2186 ff.

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