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Systeme

Der Begriff »System« ist ein relativ und efinierter Grundbegriff der Kybernetik bzw. der Systemtheorie, auf den näher zu präzisieren in der Regel verzichtet bzw. für den ein allgemeiner Konsensus vorausgesetzt zu werden pflegt. In sehr allgemeiner Weise wird System als eine geordnete Menge von Elementen mit eindeutig definierten Eigenschaften umschrieben, die relational verknüpft sind und materielle und / oder geistige Objekte sein können.
Die Elemente eines Systems sind die kleinsten, d. h. nicht weiter teilbaren Bestandteile eines Systems. Die unter der jeweiligen Menge von Elementen bestehende relationale Ordnung wird als Struktur bzw. Organisation des Systems bezeichnet. Klassifikationen von Systemen lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien bilden, die jedoch nicht ohne weiteres untereinander verglichen werden können:
statische/dynamische Systeme: Bei dynamischen Systemen ändert sich der Systemzustand (nach den Regeln des Systems mögliche Konstellationen von Elementenrelationen) im Zeitablauf.
deterministische/probabüistische Systeme: Unterscheidungskriterium ist, ob die Änderung des Systemzustandes eindeutig (determiniert) bzw. nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (kleiner als eins) erfolgt.
Gesamt-/Teilsysteme: Trennkriterium ist, ob ein bestimmtes System Element eines anderen Systems (= Teil-, Unter-, Sub oder Insy-stem), d. h. eines Gesamt(Über-, Sub oder Um-) systems oder dieses selbst ist. Teilsysteme sind immer »Randelemente« eines Gesamtsystems.
offenes/geschlossenes System: Offene Systeme besitzen mindestens einElement, das zu Elementen anderer Systeme in interdependenter Beziehung steht (»Randelement«). Beispiele für geschlossene (nicht abgeschlossene!) Systeme sind die axiomatisch deduktiven Systeme der Mathematik und der Logik. natürliche/künstliche Systeme: Die Elemente natürlicher Systeme sind materielle Objekte, die anorganischer bzw. organischer Natur sein können. Die künstlichen Systeme sind von Menschen gestaltete Systeme und reichen von den (statischen) logischen bzw. mathematischen Systemen (z. B. Aussagenlogik, Mengenlehre, Kontenpläne) über die (dynamischen) mechanischen Systeme (wie z. B. Automaten, Maschinen) und sozialen Systeme (Familien, Gruppen, Völker) bis hin zu den sozio-mechanischen Systemen, in denen menschliche und soziale Elemente kombiniert sind (bspw. Haushalte, Unternehmen, Behörden usw.). kybernetische Systeme: Es handelt sich um eine spezielle Klasse dynamischer Systeme, deren Charakteristiken die relative Stabilität gegenüber Umwelteinflüssen ist. wird ein solches System durch eine äußere Störung aus dem Gleichgewicht gebracht, erfolgt die Rückkehr zum Systemgleichgewicht durch Rückkopplung. In der Kybernetik werden die allgemeinen Charakteristika der kybernetischen Systeme, wie z. B. Selbstregulation, Homöostase, Selbstorganisation, Selbstreproduktion usw. untersucht. Der Systemansatz »n der betriebswirtschaftlichen Forschung interpretiert Unternehmen als sozio-mechanische, kybernetische und äußerst komplexe, d. h. nicht mehr vollständig exakt beschreibbare (sozio-technologi-sche) Systeme.

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