Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Teilefamilienfertigung

als Produktionstyp eine Form der Organisation des Produktionsprozesses in Mehrproduktbetrieben mit Einzel- oder Kleinserienfertigung, deren Ziel es ist, durch die Erhöhung von Losgrössen Rüstzeiten und -kosten einzusparen. Teile mit ähnlicher äusserer Gestalt oder mit gleichen oder ähnlichen Bearbeitungsfolgen (Arbeitsplänen) werden zu Teilefamilien (Variantengruppen) bzw. Fertigungsfamilien (Ablauffamilien) zusammengefasst. Fertigungsaufträge für Teile derselben Familie werden als eine Einheit (Scheinlos) durch den Fertigungsprozess geschleust. Die Produktion erfolgt oft im Rahmen der Gruppenfertigung durch sich selbst steuernde oder teilautonome Gruppen, die räumlich als Fertigungszellen (flexible Fertigungssysteme) angeordnet sind. Jede dieser Fertigungszellen übernimmt die vollständige Herstellung aller Teile einer ihr zugewiesenen Teilefamilie. Jede Produktiveinheit in einer Fertigungszelle muss dabei in der Lage sein, mehrere Bearbeitungsoperationen durchzuführen. Innerhalb einer Fertigungszelle wird eine möglichst weitgehende Realisierung des Fliessprinzips angestrebt. Die Effizienz der Teilefamilienfertigung wird einerseits durch die Art und Weise beeinflusst, wie die Teile zu Familien zusammengefasst und welche Produktiveinheiten zu einer Fertigungszelle gruppiert werden. Ansätze zur partiellen Behandlung dieser beiden interdependenten Problemkreise bilden verschiedene Klassifikationssysteme — eines der bekanntesten ist das auf die Formähnlichkeit der Teile bezogene System von Herwart Opitz — sowie Methoden zur Analyse und Gruppierung von Arbeitsplänen (Produktfluss-Analyse), bei denen die Fertigungsähnlichkeit der Teile im Vordergrund steht. Darüber hinaus sind neue Verfahren der Produktionsplanung und -steuerung einzusetzen, die den spezifischen Anforderungen der Fertigung von Teilefamilien gerecht werden.                 Literatur: Geitner, U. W., Teilefamilienbildung, in: Kern, W. (Hrsg.), HWProd, Stuttgart 1979, Sp. 1956 ff. REFA Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e. V, Methodenlehre der Planung und Steuerung, Teil 1, Grundlagen, 3. Aufl., München 1978.

Vorhergehender Fachbegriff: Teilefamilie | Nächster Fachbegriff: Teileigentum



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Kundenwert | Professionalisierung des Managements | Psycholinguistik

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon