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Teilzinsspannenrechnung

oder Schichtenbilanz; ein Begriff der Kosten- und Leistungsrechnung bei Kreditinstituten. Sie stellt den Versuch dar, den Gesamterfolg des Bankbetriebs nach verschiedenen Kriterien aufzuspalten, um seine Verursachung erkennen zu können. Problem ist die Zuordnung von bestimmten Aktiv-und Passivposten zueinander, um einen partiellen Erfolg (eine Teilzinsspanne) ermitteln zu können. Dazu sind die Bilanzposten nicht nach formalen, sondern nach tatsächlichen Verhältnissen in Schichten einzuteilen. Als Schichtungskriterien kommen grundsätzlich in Frage:

a) die Fälligkeitsstruktur

b) die Zinssätze

c) anlagepolitische Grundsätze. Nach Bildung geeigneter Schichten können Brutto-Teilzinsspannen errechnet werden, aus denen nach Abzug von Teilbedarfsspannen (Bedarfsspanne) auch Netto-Teilzinsspannen zu ermitteln sind.

Teil des internen Bankrechnungswesens und der Bankkalkulation mit dem Ziel der Ermittlung von Werterfolgsgrössen in Form einer Teilzinsspanne. Dabei werden die Kosten und Erlöse des externen Leistungsbereichs (Wertkosten und Werterlöse) auf das Geschäftsvolumen der Bank bezogen und in Teil(be-reichs)erfolge differenziert. Der Informationsgehalt einer (Gesamt-) Zinsspannenrechnung kann dadurch erhöht werden, dass das Zinsgeschäft in verschiedene Bereiche aufgespalten wird. Wird dabei die Fiktion des Zusammenwirkens von Aktiva und Passiva bei der Erfolgsermittlung beibehalten, so ist die Gesamtbilanz in verschiedene horizontale Bilanzschichten korrespondierender Aktiva und Passiva aufzuspalten; Ergebnis ist die Schichtenbilanz. Ansonsten wird die Poolmethode zu Grunde gelegt, ferner, soweit möglich, die Marktzinsmethode. Die Teilzins-spannenrechnung nimmt die in der Gesamtzinsspannen-rechnung ermittelten Wertkosten und Werterlöse und gliedert sie nach den einzelnen Kalkulationsobjekten weiter auf. Ziel ist Analyse und Beurteilung der Zusammensetzung der Bruttozinsspanne. Erwünscht ist die möglichst genaue Angabe des Beitrags eines jeden einzelnen (Zins-)Geschäfts zum Gesamtüberschuss der Bank. Durch Aggregation der Teilergebnisse lassen sich Teilzinserfolge von Geschäftsarten (Leistungsarten), Geschäftsstellen und Kunden(gruppen) kalkulieren. Ggs.: Gesamtzinsspanne, Gesamtzinsspannenrechnung.

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