Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Veredelung

bedeutet, daß bestimmte Produkte in der Weise weiterbearbeitet werden, daß keine wesentliche Umgestaltung erfolgt, wohl aber eine wertsteigernde technische Weiterbearbeitung. Beispiele: Verzinken von Blechen, Beschichtungen, Tuning von KFZ. Veredelungsverkehr kann auch mit dem Ausland stattfinden, indem entweder inländische Produkte im Ausland veredelt und anschließend rückgeführt werden (passiver Veredelungsverkehr) oder umgekehrt (aktiver Veredelungsverkehr).

Veredelung bzw. Veredelungsverkehr ist eine Sonderform des Außenhandels. Es handelt sich dabei um einen besonderen Zollverkehr von Waren zwecks Bearbeitung, Verarbeitung oder Ausbesserung und anschließende Rücksendung in das Ursprungsland. Weder zollrechtlich noch außenwirtschaftsrechtlich liegt dabei ein Export oder Import vor (vgl. Altmann, 1993, S. 25f.). I.d.R. ist für den Veredelungsverkehr eine Zollbefreiung vorgesehen, um eine Kumulierung der Zölle zu vermeiden und eine wirtschaftsfördemde Entwicklung zu unterstützen.

Veredelung kann für Unternehmen u.a. zum Ausnutzen von Lohnunterschieden zwischen In- und Ausland genutzt werden, wobei aber die Transaktionskosten, so die Transportkosten zu beachten sind. Da die mit der Entfernung steigenden Transportkosten den Ersparnissen durch den Veredelungsverkehr entgegenlaufen, gibt es eine kritische Distanz zum ausländischen Produktionsstandort, ab der sich der Veredelungsverkehr nicht mehr als vorteilhaft erweist. Aus diesem Grund findet Veredelungsverkehr verstärkt in grenznahen Regionen statt (vgl. Zentes, 1995a, Sp. 1350.

Man unterscheidet zwischen aktivem Veredelungsverkehr, bei dem die Veredelungstätigkeit im Inland für einen ausländischen Hersteller vorgenommen wird, und dem passiven Veredelungsverkehr, bei dem die Wertschöpfung der Veredelung im Ausland vorgenommen wird. Bei der Freizonen-Veredelung handelt es sich um eine Sonderform des passiven Veredelungsverkehrs, bei dem »die Ware zwar das Zollerhebungsgebiet, nicht aber das Hoheitsgebiet verlässt« (Jahrmann, 1998, S. 59).

Häufig wird die Ware von dem veredelnden Unternehmen nicht an den Auftraggeber, sondern unmittelbar an dessen Kunden weitergeliefert. Dieser Vorgang kann jedoch unter Umständen Probleme bei der Anerkennung eines grenzüberschreitenden Geschäfts als Veredelungsverkehr mit sich bringen.

Vorhergehender Fachbegriff: Verdrängungswettbewerb | Nächster Fachbegriff: Veredelungsbeitrag



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Materialfluss-Gestaltungsprinzip | Road Pricing | PDA

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon