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Vermögensendwertmethode

Die Summe der auf das Ende der Nutzungsdauer eines Investitionsobjekts aufgezinsten Zahlungen ergibt den durch das Investitionsobjekt erzielten Vermögensendwert. Nach der Vermögensendwertmethode ist ein isoliert beurteilbares Investitionsobjekt vorteilhaft, wenn es einen positiven Vermögensendwert aufweist.
Beim Alternativenvergleich ist jenes Investitionsobjekt zu wählen, das den höchsten Vermögensendwert sämtlicher Alternativen aufweist. Hierbei ist zu beachten, daß die Zahlungen der einzelnen Alternativen auf den gleichen Zeitpunkt bezogen werden müssen.
Die Vermögensendwertmethode führt Grundsätzlich zum gleichen Ergebnis wie die Kapitalwertmethode, wenn der Berechnung ein einheitlicher Kalkulationszinssatz zugrund eliegt. Die Anwendung der Vermögensendwertmethode wird daher vor allem bei unvollkommenen Kapitalmärkten, d. h. für unterschiedliche Soll und Habenzinssätze vorgeschlagen. Man geht hierbei Grundsätzlich von folgenden Annahmen aus (vgl. Blohm, H. /Lüder, K, Investition,4. Aufl., München 1978):
Das projektbezogene Anfangsvermögen ist null.
Einzahlungsüberschüsse werden einem positiven Vermögenskonto, Auszahlungsüberschüsse einem negativen Vermögenskonto zugeordnet.
Das positive Vermögenskonto wird mit dem Habenzinssatz, das negative Vermögenskonto mit dem Sollzinssatz verzinst.
Der Vermögensendwert ergibt sich in diesem Fall aus der Differenz zwischen dem mit dem Habenzinssatz aufgezinsten Einzahlungsüberschüssen und den mit dem Sollzinssatz aufgezinsten Auszahlungsüberschüssen. Die zweite Annahme kann insofern abgeändert werden, als Einzahlungsüberschüsse primär zum Ausgleich des negativen Vermögenskontos bzw. Auszahlungsüberschüsse primär ein positives Vermögenskonto belasten. In diesem Fall spricht man vom Kontenausgleichsgebot. Die Vermögensendwertmethode erfordert projektbezogene Annahmen über die Finanzierung der Investitionsobjekte. Häufig ist jedoch die Zurechnung bestimmter Finanzierungsformen auf bestimmte Investitionsobjekte kaum möglich.
Schließlich ist festzustellen, daß durch explizite Berücksichtigung der Finanzierungsformen bei der Kapitalwertmethode die gleichen Ergebnisse erzielt werden wie mit der Vermögensendwertmethode.

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