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Verteilungskampf

Bezeichnung für die angestrebte Verteilung des Zuwachses des Sozialprodukts zwischen den Inhabern von Produktionsfaktoren. Er findet traditionell zwischen Inhabern von Unternehmen (Kapital) und Arbeitnehmern (Arbeit) statt. Das Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft sieht im Rahmen der konzertierten Aktion die Unterordnung der Einzelinteressen dieser beiden Parteien unter die gesamtwirtschaftlichen Ziele (Magisches Viereck) vor. Siehe auch Stagflation.

(struggle for income) mit den Mitteln des Arbeitskampfes und der Politikbeeinflussung (Lobbyismus) geführte Auseinandersetzung zwischen einzelnen Einkommensbeziehern, organisierten sozialen Gruppen und dem Staat um den jeweils "gerechten" Anteil am Volkseinkommen; er wird in der nichtmonetären Inflationstheorie als die letztlich hinter dem preistreibenden Angebotsdruck (Kostendruck, Gewinndruck) stehende Inflationsursache betrachtet. Soweit in einer Gesellschaft Einkommensunterschiede als ungerecht empfunden werden, kommt es fortwährend zu Versuchen, die eigenen Einkommen absolut und relativ zu verbessern. Dies trifft jedoch auf den Widerstand derjenigen, die ihre relative Einkommensposition aufrechterhalten wollen. Die Summe aller realen Einkommensansprüche übersteigt deshalb regelmässig das verteilbare reale Sozialprodukt. Versuchen die sozialen Gruppen, ihre konkurrierenden Ziele wechselseitig durch Einsatz ihrer ökonomischen und politischen Machtmittel durchzusetzen, so erzeugen sie ständig Angebotsdruck und erzwingen letztlich auch den ihn alimentierenden monetären -Nachfragesog bzw. das zur Inflation erforderliche überschüssige Geldmengenwachstum. Die daraus resultierenden Preiserhöhungen (Anspruchsinflation, competitive inflation) wird gleichsam als Ventil angesehen (social mollifier), aus dem der Überdruck des tiefgreifenden sozialen Unfriedens in den modernen Wohlfahrtsgesellschaften entweicht.        Literatur: Meissner, W./Unterseher, L. (Hrsg.), Verteilungskampf und Stabilitätspolitik, Stuttgart 1972. Müller, N. W, Anspruchsverhalten sozialer Gruppen und Inflation, Köln 1976.

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