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Gewinndruck

(profit-push) in der nichtmonetären Inflationstheorie als Form des Angebotsdrucks diskutierte Inflationsursache, die als gegeben gilt, wenn marktmächtige Unternehmen in Verfolgung ehrgeiziger Gewinnziele die Preise ihrer Produkte ständig heraufsetzen. Diese Erklärung der Inflation basiert in Abkehr von der Fiktion des Preisnehmers und Mengenanpassers bei vollständiger Konkurrenz auf der preistheoretischen Vorstellung, dass Unternehmen in oligopolistischen Märkten ihre Angebotspreise im Hinblick auf ein längerfristiges Gewinnziel "planen" und den Nachfragern gleichsam administrativ "vorschreiben" ( administrativer Preis). Dabei werden die Preise so gesetzt, dass sie unabhängig von kurzfristigen Kosten- und Absatzschwankungen für einen längeren Zeitraum konstant gehalten werden können. Die Preiskalkulation erfolgt meist nach dem Aufschlagprinzip (mark-up pricing): Auf die faktischen oder standardisierten Durchschnittskosten wird eine prozentuale Gewinnspanne (mark-up) aufgeschlagen, die eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals gewährleisten soll. Aus blossem Gewinndruck Inflation als länger anhaltendes monetäres Phänomen ableiten zu wollen (mark-up inflation), ist theoretisch fragwürdig und empirisch ziemlich irrelevant.           Literatur: Willeke, F.-U., Marktmacht und Inflation, in: Pütz, T. (Hrsg.), Studien zum Inflationsproblem, Berlin 1975, S. 9 ff.

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