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Wissenschaftsprogramme der Betriebswirtschaftslehre

Für die Betriebswirtschaftslehre ist eine Reihe unterschiedlicher Ansätze bzw. Wissenschaftsprogramme charakteristisch. Das Fach befindet sich insofern in einer Phase des wissenschaftlichen Pluralismus. Diese Entwicklung setzte in den späten 60er Jahren ein, als Alternativen zum faktortheoretischen Ansatz Erich Gutenbergs erarbeitet wurden. Zu nennen sind insb. die entscheidungsorientierte Betriebswirtschaftslehre, die —systemorientierte Betriebswirtschaftslehre, die —arbeitsorientierte Einzelwirtschaftslehre und die verhaltenstheoretische Betriebswirtschaftslehre. Ferner hat der Normativismus wieder Anhänger gewonnen, allerdings ohne dass dabei bislang von einem eigenständigen Wissenschaftsprogramm gesprochen werden könnte (—normative Betriebswirtschaftslehre). Charakteristisch für Wissenschaftsprogramme sind die in ihrem Zentrum stehenden Leitideen, deren Funktion darin besteht, Forschung und Lehre den Weg zu weisen (Heuristik). Sie konzentrieren das wissenschaftliche Interesse auf ganz bestimmte, von dem jeweiligen Programm als besonders wesentlich erachtete Tatbestände. Andererseits besteht die Gefahr, dass andere, vielleicht ebenso wichtige Sachverhalte weniger stark oder unter Umständen sogar überhaupt nicht ins Blickfeld geraten. Das ist auch ein Grund, weshalb Leitideen im besonderen Masse kritikbedürftig sind. Die Bezeichnungen der oben erwähnten Wissenschaftsprogramme geben erste Hinweise auf die jeweils im Mittelpunkt stehenden inhaltlichen Leitideen ("Entscheidungen", "System"; "Arbeit", "Verhalten"). Die verschiedenen Ansätze bauen aber auch auf (weniger leicht erkennbaren) method(olog)ischen Leitideen auf oder enthalten zumindest entsprechende Elemente.                                     Literatur: Schanz, G., Wissenschaftsprogramme der Betriebswirtschaftslehre, in: Bea, F. X./Dichtl, E.I Schweitzer, M., (Hrsg,), Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Bd. 1, Grundfragen, 5. Aufl., Stuttgart, New York 1990, S. 55 ff.

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