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Zyklentheorie

Aussagensystem, das wirtschaftliches Wachstum mit dem Strukturwandel verbindet. Bei Joseph A. Schumpeter steht die angebotsseitige Entwicklungsdynamik im Vordergrund. Dynamische Unternehmer treiben schubweise durch "neue Kombinationen" in Akten. "schöpferischer Zerstörung" die wirtschaftliche Entwicklung voran. Mit den Innovationen, die stets neue Produktzyklen anstossen, wird die Wirtschaftsstruktur dauernd von innen heraus revolutioniert. In Erweiterung der Schumpeterschen Unternehmertypologie und unter Berücksichtigung des phasenabhängigen Nachfrageverhaltens unterscheidet Ernst Heuss vier Marktphasen des Produktlebenszyklus: ·    Experimentierphase, ·    Einführungsphase, ·    Ausreifungsphase, ·    Stagnations- und Rückbildungsphase. Bei Zusammenfassung von Einzelproduktzyklen zu Marktphasen lassen sich für die sektorale Wirtschaftspolitik wichtige Anhaltspunkte über das "Alter" einzelner Märkte gewinnen. Eine weitere Variante zyklentheoretischer Vorstellungen, deren Diskussion in neuerer Zeit wiederbelebt wurde, ist die der langen Wellen (Kondratieff-Zyklus, 50-60 Jahre). Danach lösen Basisinnovationen (z. B. Elektrizität, Chemie, Automobil) langfristige Prosperitätsphasen aus, die bei Ausschöpfung des Innovationspotentials in langfristige Depressionsphasen umschlagen. Die Bedeutung von Basisinnovationen für die Wirtschaftsstruktur ist unbestritten, ihre Regelmässigkeit jedoch theoretisch und empirisch fraglich.        Literatur: Finking, G., Grundlagen der sektoralen Wirtschaftspolitik, Köln 1978. Heuss, E., Allgemeine Markttheorie, Tübingen, Zürich 1965.

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