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Aktienfonds-Lebensversicherung

Eine solche Lebensversicherung ist zwei in einem: ein abgesichertes Todesfallrisiko und ein Sparplan, der in einen oder mehrere Aktienfonds fliesst. Fondspolicen sollen mit ihren Spekulationen in Investmentfonds eine bessere Rendite als die üblichen Lebensversicherungen bringen, sind allerdings den Launen der Börse ausgeliefert. Fondsgebundene Lebensversicherungen gibt es seit Anfang der siebziger Jahre, verschwanden aber nach dem spektakulären Zusammenbruch eines Anbieters, IOS-Investors Overseas Service, 1974 in Deutschland vom Markt. Der Börsenaufschwung brachte diese Versicherungsvariante wieder ins Gespräch. Darüber hinaus gibt es seit 1994 auch fondsgebundene Rentenversicherungen. Fondspolicen werden in der Hoffnung auf bessere Renditen im Vergleich zu den üblichen Kapital-Lebensversicherungen angelegt. Doch dazu kommen die Kosten. Nach Berechnungen der Stiftung Warentest betragen diese bei Fonds-Lebensversicherungen bis zu 20 Prozent der Beiträge. Nur zwei Versicherungsgesellschaften bleiben unter der Zehn-Prozent-Marke. Anders als bei der üblichen Lebensversicherung gibt es bei dieser Lebensversicherungsvariante weder eine garantierte Schlusszahlung noch eine garantierte Mindestverzinsung. Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung schwankt die Ablaufleistung. Einige Gesellschaften bieten deswegen so genannte Musterrechnungen mit möglichen Zahlungszielen an. Daran haben sie sich in der Vergangenheit meistens gehalten. Immer bekommt der Kunde dann bei Fälligkeit der Police den bis dahin angesammelten Gegenwert der Fondsanteile ausgezahlt. Dabei lässt sich die Wertentwicklung der Fonds nun einmal nicht voraussagen - der Sparer, besser Anleger, muss die heftigen Kursschwankungen in seine Überlegungen einbeziehen. Befindet sich die Börse dann in einer Baisse, muss er bei einem festen Vertragsende eine schlechte Rendite hinnehmen. Doch dies ist zu umgehen: Nach Ende der vereinbarten Laufzeit sollte es keinen festen Ablauftermin, sondern eine variable Zeitspanne geben. Meist kann man fünf Jahre vor Ende der Laufzeit und fünf Jahre danach kündigen. Damit findet man einen günstigen Ausstiegstermin, und eine schlechte Börsenphase lässt sich aussitzen.

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