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Gutschriftenquote

(in %)
Die Gutschriftenquote setzt den Wert der an Kunden gegebenen Gutschrif­ten ins Verhältnis zum Gesamtumsatz. Sie weist somit die nachträglichen Umsatzverluste aus, die auf Gutschriften zurückzuführen sind.

Gutschriftenquote

Beispiel
Ein Unternehmen verbucht in einem Jahr Umsätze in Höhe von
3. 400.000 €. Gleichzeitig werden wegen verschiedener Ursachen Gutschriften an Kunden im Wert von 102.000 € ausgestellt. Das ergibt eine Gutschriften-quote von 3 %.

Gutschriftenquote

Quelle
· Den Gesamtumsatz hält die Finanzbuchhaltung bereit. Dabei dürfen sämtliche Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti und eben Gutschriften nicht herausgerechnet werden. Einzig die Umsatzsteuer muss abgezogen werden.
· Werden obige Erlösschmälerungen im Rahmen des Rechnungswesens automatisch vor der Verbuchung abgezogen, müssen sie dem Gesamt­umsatz wieder hinzugerechnet werden.
· Um einen direkten Zusammenhang herzustellen, müssen die Gutschrif­ten mit den sie verursachenden Umsätzen (gegebenenfalls des Vor- bzw. Vorvormonats) in Beziehung gesetzt werden. Hierzu muss die Frage be­antwortet werden, wie lange nach dem eigentlichen Geschäft eine Gut­schrift normalerweise gewährt wird.
Interpretation
· Gutschriften erhalten Kunden, die von einem Fehler des Unternehmens betroffen sind. Gutschriften sind demnach Leistungen, zu denen ein Un­ternehmen rechtlich verpflichtet ist. Hierzu zählen Geld- und/oder Sach­leistungen aus folgenden Gründen:
- Garantieverpflichtungen
- Mängel an der Qualität der Produkte
- fehlerhafte Lieferungen in Form von mangelhafter Lieferung, Fehl­mengenlieferung, Überlieferung oder Nichteinhaltung des Lieferter­mins (bei vereinbarter Konditionalstrafe)
· Grundsätzlich sollte eine niedrige Gutschriftenquote angestrebt werden. Sie spricht für die Qualität der Produkte sowie die Effizienz der Ver­triebsorganisation und bietet die Chance, eine hohe  Kundenzufrieden­heit zu gewährleisten.
· Die Kennzahl gewinnt an Aussagekraft:
- im Zeitvergleich,
- im Vergleich zu anderen Unternehmen, falls entsprechende Daten zu­gänglich sind, sowie
- geordnet nach Produkten, Produktgruppen, Verkaufsgebieten und Ur­sachen für die Gutschriften.
Maßnahmen zur Beeinflussung
Um die Gutschriftenquote zu senken, kann das Unternehmen zwei Ansätze verfolgen:
· Verbesserung des Versand- und Vertriebswesens, um die Zahl der feh­lerhaften Lieferungen zu verringern
· Einführung eines Qualitätsmanagements, um mangelhafte Produktquali­tät als Gutschriftenursache zu reduzieren
Grenzen
· Werden auch freiwillige Kulanzleistungen des Unternehmens auf dem Konto der Gutschriften geführt, kann eine hohe Gutschriftenquote durch
eine besonders kundenfreundliche Kulanzpolitik bedingt sein. Deshalb empfiehlt es sich, die Kulanzzahlungen separat von den Gutschriften zu erfassen. Dadurch erhält man eine genauere und aussagefähigere Gut­schriftenquote.
· Zur Analyse der Kulanzleistungen sollte die  Kulanzquote gebildet werden.

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