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Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement umfasst alle Tätigkeiten und Zielsetzungen zur Sicherung der Produkt- und Prozessqualität. Zu
berücksichtigen sind hierbei Aspekte der Wirtschaftlichkeit, Gesetzgebung, Umwelt und Forderungen des Kunden.

Zu den Aufgaben des Qualitätsmanagements
zählen :
  • Qualitätsplanung,
  • Qualitätslenkung,
  • Qualitätsprüfung und
  • Qualitätsverbesserung.


Zur methodischen und systematischen Unterstützung des Qualitätsmanagements existieren Methoden, die sog. Qualitätsmanagement-Methoden (siehe dort),
Werkzeuge (Qualitatsmanagement-Werkzeuge) und Prinzipien (Qualitätsmanagement-Prinzipien).

Die IT unterstützt das Qualitatsmanagement durch CAQ-Systeme.

Ziel ist dabei eine untemehmensweite Qualitätsverbesserung. Zur Zielerreichung werden in allen Unternehmensbereichen Maßnahmen identifiziert und realisiert, mit deren Hilfe die Effektivitat
und Effizienz des Qualitätsmanagements und der zugehörigen Prozesse erhöht werden kann.

Qualitätsmanagement (QM) ist ein Organisationssystem das sicher stellen soll, dass Güter, Dienstleistungen und Prozesse den Anforderungen entsprechend abgearbeitet werden. QM dient damit der Schaffung von Vertrauen bei Führung und Kunden.

Die Regeln für das QM sind in den Normen DIN/ISO 9001:2000 festgelegt.

Eine zentrale Funktion übernimmt das Qualitäts-Management-Handbuch (QMH) in dem die Zuständigkeiten und Regeln nach denen die Geschäftsprozesse abzulaufen haben festgeschrieben werden. Unternehmen können sich durch eine Zertifizierungsstelle ihre korrekte Einhaltung der Regeln bestätigen lassen. Dazu kommen Experten als Auditoren zu einem Audit ins Unternehmen.

Im QM als Managementaufgabe werden

  • Qualitätspolitik,
  • Ziele und
  • Verantwortungen festgelegt.


Das Qualitätsmanagement besteht aus
  • Qualitätsplanung,
  • Qualitätslenkung,
  • Qualitätssicherung und
  • Qualitätsprüfung.


Die Nutzung der verschiedenen Qualitätsstandards zeigt starke regionale und branchenspezifische Unterschiede. Vor allem asiatische und angelsächsische Hersteller (insbesondere in der Industrie) haben Qualitätsmanagementmethoden eingeführt. Es gibt bis heute aber keine Untersuchung die einen sich daraus ergebenden Wettbewerbsvorteil belegen könnte. Die europäischen Hersteller und Dienstleister werden inzwischen aber (zumindest als Automobil-Zulieferer) von ihren Kunden gezwungen sich entsprechend zertifizieren zu lassen.

Das QM-System dient primär der Sicherung von beherrschten Prozessen und nicht einer Steigerung des Wertes von Produkten und Dienstleistungen wie fälschlicherweise (verboten) in werblichen Aussagen suggeriert werden soll.
folgendes ist Qualitätsmanagement nicht: Qualitätsmanagement führt nicht per se zu einem hochwertigen Produkt, da Qualitätsmanagement nur die Erreichung der vorgegebenen Produkt-Qualität steuert. Daraus leitet sich ab, dass der Herstellungprozess eines Billigprodukts durchaus einem sehr guten Qualitätsmanagement unterliegen kann.

Darin begründet sich oft auch ein Irrglaube bezüglich von Qualitätszertifizierung nach ISO 9000. Nicht das eigentliche Produkt wird zertifiziert (was dem Kunden oft impliziert wird), sondern nur das Qualitätsmanagement im Herstellungsprozess.

Neuere Qualitätsstandards wie z. B. TS 16949 orientieren sich stärker an den schon lange bekannten und fundierten Methoden der Begründer des industriellen Qualitätsgedankens (W. Edwards Deming, Shewhart).

Bei diesem Ansatz orientiert sich das Qualitätsmanagement an den Geschäftsprozessen. D.h. es nimmt die Prozesse in einem Unternehmen auf und versucht diese zu optimieren. Ziel der Optimierung ist eine höhere Qualität des Produktes im Sinne des Gebrauches, d.h. im Sinne einer Kundenorientierung.

Parkkralle und Radkralle



Festlegung von Rahmenbedingungen, unter denen eine bestimmte Produktqualität erreicht werden soll. Während sich qualitätssichernde Maßnahmen früher hauptsächlich auf Produktionsprozesse und deren Ergebnisse (produzierte Güter) bezogen, werden sie heute auch in der Entwicklung, bei der Verpackung und beim Versand angewandt. Nach dem Konzept des Total Quality Management (TQM) ist jeder Mitarbeiter und jeder Bereich eines Unternehmens während jeder Phase für die Produktqualität mitverantwortlich und wird außerdem zu qualitätssichernden Maßnahmen angehalten. Zu diesem Zweck werden beispielsweise Qualitätszirkel eingerichtet, in denen Mitarbeiter zusammentreffen, um alle Faktoren zu identifizieren und zu analysieren, die Einfluss auf die Produktqualität haben. Gemeinsam wird nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. Bei der Vereinheitlichung von Qualitätssicherungssystemen haben sich die Normen ISO 9000–9003 international als Qualitätsstandards etabliert. Sie liefern Grundregeln für Qualitätssicherungssysteme bei Entwicklung, Produktion und Installation sowie bei Service und End- bzw. Abnahmekontrolle. Unternehmen können sich von unabhängigen Gutachtern nach ISO 9000 zertifizieren lassen. CAQ (Computer-Aided Quality Assurance) ist die Unterstützung der Qualitätssicherung durch computerbasierte Systeme. Sie reicht von einfachen Prüfanweisungen auf einem Monitor bis hin zu vollautomatischen Prüfvorgängen, wie sie etwa in der Halbleiterindustrie Anwendung finden. Bei Totalkontrollen wird jedes produzierte Einzelstück geprüft. Um den Aufwand zu reduzieren, wird häufig nur eine Partialkontrolle mittels Stichproben durchgeführt (Qualitätskontrolle, statistische).

In der Gesundheitswirtschaft:

Allgemein kann man Qualitätsmanagement als aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation im Hinblick auf die Erreichung und Sicherung von Qualität definieren. Qualität bezieht sich dabei sowohl auf die Produkte und Dienstleistungen als auch auf die internen Prozesse des Leistungserbringers. Alle Maßnahmen der Qualitätsplanung, -messung, -kontrolle und Qualitätsverbesserung gehören dabei zum Qualitätsmanagement. Dazu müssen die Qualitätsziele festgelegt und operationalisiert sowie die Verantwortlichen für die Qualität bestimmt werden.

Alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen sind gesetzlich zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der von ihnen erbrachten Leistungen verpflichtet. Die Leistungen müssen dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechen und in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden.

Das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) hat das Sozialgesetzbuch dahingehend geändert, dass nunmehr im Sozialgesetzbuch (SGB) V § 135a explizit Vertragsärzten, medizinischen Versorgungszentren, zugelassenen Krankenhäusern, Erbringern von Vorsorgeleistungen oder Rehabilitationsmaßnahmen und Einrichtungen, mit denen ein Versorgungsvertrag nach § 111a besteht (Einrichtungen des Müttergenesungswerks oder gleichartige Einrichtungen oder für Vater-Kind-Maßnahmen geeignete Einrichtungen), vorgeschrieben ist, einrichtungsintern ein Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln.

In der Gesundheitswirtschaft: quality management

ist ein System, in dem alle Maßnahmen der Qualitätsplanung und -kontrolle, Qualitätssicherung und -verbesserung nach einer bestimmten Qualitätspolitik mit festgelegen Zielen und Verantwortlichkeiten in einem Kreisprozess zusammengeführt werden. Je nachdem, ob die Management-Tätigkeiten auf interne oder externe Prozesse bezogen sind, unterscheidet man internes und externes Qualitätsmanagement.

In den letzten Jahren wurden in der gesetzlichen Krankenversicherung verschiedene Konzepte für ein umfassendes Qualitätsmanagement (so genanntes Total Quality Management) entwickelt. Solche Konzepte zielen auf die kontinuierliche Verbesserung der medizinischen und ökonomischen Ergebnisqualität, erhöhte Zufriedenheit von Leistungsempfängern, Mitarbeitern, qualitätsgerechte Ressourcennutzung und Prozessgestaltung.

Zur Qualitätsdifferenzierung nutzen Leistungserbringer, insbesondere Krankenhäuser, und Krankenkassen verstärkt auch das Instrument der Zertifizierung anhand definierter Qualitätskriterien.

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