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Kohäsion

Begr. f. d. wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt. Die EU fördert z. B. die K. zwischen ihren Mitgliedstaaten in bes. Weise. Rückstände in benachteiligten Gebieten sollen abgebaut und dadurch Unterschiede in der regionalen Leistungskraft verringert werden. Über die diesbezügliche Entwicklung berichtet die Europäische Kommission alle drei Jahre. Wie wichtig die EU das Kohäsionsziel nimmt, ist daran zu erkennen, dass sie neben den drei Strukturfonds - Europäischer Sozialfonds (ESF), Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL) - einen weiteren - eigenen Kohäsionsfonds - errichtete.

Alle sozialen Gruppen verfügen über ein Mindestmass an Gemeinschaftsgefühl, an So­lidarität und Gruppenbindung. Diese Vorausset­zung für das Bestehen einer Gruppe wird als Kohäsion bezeichnet. Kohäsion ist ein Mass für die Stabilität einer Gruppe sowie für die Attrakti­vität, die sie auf alte und neue Mitglieder ausübt. Existenz oder Fehlen von Kohäsion wird beson­ders dann deutlich, wenn in der Gruppe interne Probleme auftauchen.
So bezeichnete R. M. Stogdill mit Kohäsion die Fähigkeit einer Gruppe, auch dann ihre Existenz zu bewahren, wenn sie Druck und - Stress aus­gesetzt ist.
In Wirtschaftsorganisationen interessiert primär die Beziehung zwischen Kohäsion und Gruppen­leistung (Produktivität). Die im Zuge der Hu­man-Relations-Bewegung verbreitete monokau­sale Annahme einer positiven Korrelation zwi­schen Kohäsion und Gruppenleistung, wird heute meist als Vereinfachung gesehen. Heute nimmt man in der Managementlehre meist an, dass Gruppenkohäsion die Leistungsstreuung inner­halb einer Gruppe negativ beeinflußt, d.h. mit wachsender Kohäsion die Streuung der Einzellei­stungen um einen Gruppendurchschnitt deutlich abnimmt, die Konformität im Leistungsverhalten jedoch zunimmt.
Kohäsion wirkt sich auf die Leistung überhaupt nur dann positiv aus, wenn sich die kohärente Gruppe mit den Organisationszielen identifiziert. Hochkohärente Gruppen, die dies nicht tun, also in ihren Gruppennormen von den Normen der Organisation abweichen, stellen sogar eine po­tentielle Bedrohung für jede Organisation dar.

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