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Ablaufplanung

Die Ablaufplanung wird insbesondere im Bereich der Fertigung angewandt. Man versteht darunter die Zergliederung eines Prozesses (z.B. des Produktionsprozesses) in einzelne Teiltätigkeiten und die geplante Zuordnung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Aggregate für die betriebliche Leistungserstellung. Aufgabe der Ablaufplanung ist 1. die Minimierung der Durchlaufzeit eines Fertigungsauftrages, so daß Leerzeiten möglichst vermieden werden und 2. die zeitliche Verteilung der Aufträge zur Erreichung einer optimalen Auslastung der Kapazität. Vgl. Dilemma der Ablaufplanung.

Die Ablaufplanung beschäftigt sich mit der Lösung des Problems, in welcher Reihenfolge welche Aufträge von welchen Maschinen und Arbeitskräften zu welchen Terminen bearbeitet werden sollen. Sie wird auch als Reihenfolgeplanung bezeichnet.

Die Planung des Produktionsablaufes ist der wesentliche Bestandteil der Planung des Produktionsprozesses. Die Ablaufplanung gestaltet sich in der Praxis um so schwieriger, je komplizierter der Produktionsprozeß ist. Sie ist um so einfacher, je einheitlicher der Produktionsprozeß gestaltet ist. Das Wesen der Ablaufplanung besteht darin, daß sie eine kurzfristige Produktionsplanung ist. Sie muß die Produktion der verschiedenen Aufträge sachlich und zeitlich an die Kapazität der vorhandenen Maschinen anpassen. Für die Ablaufplanung als kurzfristige Produktionsplanung sind dabei sowohl der vorhandene Maschinenbestand als auch der vorliegende Auftragsbestand ein Datum. Die Ablaufplanung gehört zum Aufgabenbereich der Arbeitsvorbereitung.

Die Zielsetzung der Gewinnmaximierung der Unternehmung ist für die Ablaufplanung nicht operational, weil der Arbeitsvorbereitung im allgemeinen nicht alle Komponenten der Zielfunktion bekannt sind. Aus dem formalen Globalziel der Gewinnmaximierung müssen deshalb für die Ablaufplanung geeignete Unterziele abgeleitet werden. Die Komplexität der Ablaufplanungssituation spiegelt sich in der Vielzahl der möglichen Optimierungsziele wider. Zur Optimierung der Ablaufplanung können Zeitkriterien und Wertkriterien herangezogen werden. Vorwiegend werden Zeitkriterien verwendet, weil sich Wertkriterien nur schwer formulieren und anwenden lassen. Dabei wird unterstellt, daß mit Zeitvorteilen auch Kostenvorteile und damit auch Gewinnvorteile verbunden sein werden. Die wichtigsten Optimierungsziele der Ablaufplanung sind die Minimierung der Durchlaufzeit der Aufträge, die Maximierung der Kapazitätsauslastung, die Minimierung der Wartezeiten der Aufträge, die Minimierung der Leerzeiten der Maschinen, die Minimierung der Fertigungsverzögerung, die Minimierung der Verspätungskosten, die Minimierung der Zwischenlagerkosten. Dabei widersprechen sich im allgemeinen einzelne Zielsetzungen. Dilemma der Ablaufplanung, Trilemma der Ablaufplanung, Polylemma der Ablaufplanung

Ablauforganisation

 (A) (in der   Netzplantechnik). Die Ablaufplanung im Rahmen der   Netzplantechnik dient der Analyse des Gesamtprozesses und seiner Zerlegung in Teilprozesse, wobei die Teilprozesse als   Vorgänge zu definieren und zwischen diesen die Abhängigkeiten und Wechselbeziehungen zu beschreiben sind. Dazu wird eine Vorgangsliste erarbeitet, in der jeder   Vorgang, die   Vorgangsdauer, die unmittelbaren Vorgänger und/oder Nachfolger sowie die zwischen   Vorgang und Vorgänger bzw. Nachfolger bestehenden   Anordnungsbeziehung erfasst werden. Mit Hilfe dieser Vorgangsliste wird die gewünschte graphische Form des   Netzplanes (Vorgangsknotennetz oder   Vorgangspfeilnetz) erzeugt.  (B) (in der   Produktionsplanung). Bezieht man die Ablaufplanung nicht auf die konkrete Situation einer Serien- oder Sortenfertigung, sondem interpretiert den Begriff zunächst allgemeiner, so umfasst die Ablaufplanung i.w.S. ein breites Spektrum von Problembereichen, das sich von der Planung von Projekten bis hin zur Fliessbandabstimmung erstreckt. Eine Systematisierung lässt sich anhand übergeordneter Kriterien wie Fertigungsablaufprinzipien,   Fertigungstypen und Organisationstypen der Fertigung (siehe   Produktion, Formen) vomehmen. Danach ergeben sich beispielsweise als die drei grossen Planungsbereiche der Ablaufplanung die Projektplanung, die Maschinenbelegungsplanung (auch als Klassische Ablaufplanung bzw. Ablaufplanung i.e.S. bezeichnet) und die Fliessbandplanung. Siehe auch   Produktionsmanagement sowie   Produktionsplanung und -steuerung, jeweils mit Literaturangaben.

Literatur: Bloech, J.; Bogaschewsky, R.; Götze, U.; Roland, F.: Einführung in die Produktion, 5. Aufl., Berlin u. a. 2004; Daub, A.: Ablaufplanung, Bergisch Gladbach 1994. Internetadressen: http://www.pom-consult.de/PMT/Hm000036.htm [Tempelmeier, H.1; http:// www.videolexikon.com/view_120-27-701-0204-008.htm [Steven, M.].

gibt eine mögliche oder gewählte Alternative der Reihenfolgeplanung wieder. Er zeigt auf, in welcher Reihenfolge mehrere Aufträge von einem oder mehreren Arbeitsträgern nacheinander bearbeitet werden sollen. Wenn die vorgegebenen Maschinenfolgen der Aufträge nicht übereinstimmen, ist nur eine Teilmenge der Ablaufpläne realisierbar und damit zulässig. Alle Alternativen, bei denen sich aus dem Maschinenfolge- und dem betreffenden Auftragsfolgeplan ein Widerspruch ergibt (z.B. wenn an Maschine A Auftrag 1 vor 2 und an Maschine B 2 vor 1 gefertigt werden soll, obwohl bei Auftrag 1 die Maschinenfolge B vor A und bei Auftrag 2 die Maschinenfolge A vor B gilt), sind als unzulässige Ablaufpläne auszuschalten.

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