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Andenpakt

Pacto Andino
1969 im Cartagena-Abkommen von Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru mit dem Ziel gegründet, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Andenregion zu fördern und langfristig einen gemeinsamen Markt zu schaffen. 1974 trat Venezuela dem Pakt bei, Chile schied 1976 aus. Die Mitgliedschaft Perus ruht mit einer kurzen Unterbrechung 1995 seit 1992. Im April 1997 kündigte der peruanische Präsident den Austritt seines Landes aus dem Paktsystem an. Im Juni 1997 hat sich Peru jedoch entschlossen, wieder Vollmitglied zu werden. Oberste Organe des Andenpakts sind die dreimal im Jahr zusammenkommende Kommission mit je einem Vertreter der Mitgliedstaaten und das dreiköpfige Exekutivorgan Junta del Acuerdo de Cartagena (JUNAC) mit Sitz in Lima, Peru. 1979 wurden der jährlich tagende Außenministerrat sowie das Andenparlament eingerichtet. Der Andengerichtshof mit Sitz in Quito, Ecuador, nahm 1983 seine Tätigkeit auf. Gemeinsame Institutionen sind unter anderem die bereits seit 1968 bestehende Andine Finanzkorporation, in der auch Chile und Peru weiterhin mitarbeiten, und der 1976 geschaffene Reservefonds Fondo Andino de Reservas (FAR). Zur weiteren Förderung der Integration des Andenraumes wurde 1990 der Andenrat der Präsidenten der Mitgliedstaaten gegründet, der im Halbjahresrhythmus zusammentritt. Während der 70er und 80er Jahre blieben die Erfolge des Andenpakts hinter dem weitgesteckten Integrationsziel zurück. Verbunden mit einer Liberalisierung der Wirtschaftspolitiken der Mitgliedstaaten wurde 1994 die Gründung einer Freihandelszone mit einem gemeinsamen Außenzollsystem vertraglich vereinbart und das Ziel eines Gemeinsamen Marktes der Andenregion zum wiederholten Male bestätigt. 1996 beschlossen die Staatschefs der Mitgliedsländer die Umwandlung des Andenpakts in eine auch die politische Integration umfassende Andengemeinschaft (Comunidad Andina (CA)) und die Umwandlung der JUNAC in ein Generalsekretariat. Die Zusammenarbeit des Andenpakts mit dem Gemeinsamen Markt im Süden Lateinamerikas soll bis zum Jahre 2005 in eine die Mitgliedstaaten beider Organisationen umfassenden Freihandelszone münden.

(span.) Pacto Andino. Durch das Abkommen von Cartagena/Kolumbien am 26.05.1969 (als Reaktion der Mitgliedstaaten auf Benachteiligungen innerhalb der Lateinamerikanischen Freihandelsvereinigung — ALALC/LAFTA) gegründet. Sitz der Junta (Verwaltung): Lima/ Peru; Sitz des Gerichts und des Parlaments: Quito/Ecuador. Mitglieder: Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela (bis 1976 auch Chile). Die ursprünglichen Ziele des A., innerhalb von 10 Jahren den Handel zwischen allen Mitgliedstaaten zu liberalisieren und einen gemeinsamen Außenzoll einzuführen, wurden nicht erreicht. Die Errichtung einer Freihandelszone ist lediglich zwischen Kolumbien und Venezuela erfolgt. Angestrebt wird weiterhin die schrittweise Angleichung des Außenzolls. Ziel bleibt die Errichtung eines Gemeinsamen Marktes (analog zum Gemeinsamen Markt der EU). Angesichts zwischenzeitlich anderer regionaler Kooperationsabkommen (Mercosur, ALADI) wird davon ausgegangen, dass es zur Auflösung des A. kommen wird. http://www.comunidadandina.org

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