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Baustellenfertigung

Die Baustellenfertigung oder Baustellenproduktion ist eine ortsgebundene Produktion, wobei zwischen einer inneren und einer äusseren Baustellenfertigung unterschieden werden kann. Außerdem kann jeweils in eine totale und in eine partielle Baustellenfertigung untergliedert werden. Die Übergänge sowohl zwischen der äußeren und der inneren als auch zwischen der totalen und der partiellen Baustellenfertigung sind in der Praxis fließend.

erfahren der Fertigung, bei dem die Anordnung der Produktionsfaktoren Betriebsmittel, Werkstoff und Arbeit von der bei den anderen Fertigungsverfahren vorherrschenden Anordnung abweicht. Während bei der üblichen industriellen Fertigung die Betriebsmittel und die Arbeit stationär sind und die Werkstoffe den Betrieb durchlaufen beim Faktor Arbeit bedeutet stationär dabei Bewegung innerhalb eines umgrenzten Raumes und gilt für die Fertigungsarbeiter, nicht für die Transportarbeiter werden bei Baustellenfertigung Betriebsmittel, Arbeit und Werkstoff an den Platz der Fertigung die Baustelle gebracht; nach Fertigstellung des Produkts wechseln Betriebsmittel und Arbeiter den Platz der Fertigung. Der Grund für diese Art der Fertigung liegt in der geringeren oder mangelnden Beweglichkeit des Produkts (Schiffe, Bauwerke). Die Probleme dieser Art der Fertigung hegen in der erforderlich werdenden räumlichen Veränderung der Betriebsmittel und der Arbeitnehmer, die zu höheren Kosten führt. Bei den Arbeitnehmern sind es Fahrtkosten, Auslösung und ähnliches und bei den Betriebsmitteln die Montage und Demontage, die Zeit kostet und bei der durch unvermeidbare Beschädigungen Verschleiß auftritt; außerdem ist zu beachten, daß die Auswahl der Betriebsmittel gegenüber dem Fall der Werkstatt oder » Fließfertigung eingeschränkt sein kann, weil nicht alle Betriebsmittel für eine ständige räumliche Veränderung geeignet sind. Weitere Kosten entstehen bei dieser Art der Fertigung aus den Erfordernissen der Einrichtung der Baustelle, die eingegrenzt werden muß und die ein bestimmtes Maß an Infrastruktur für dispositive Zwecke und für die sozialen Belange benötigt. Über die BAV Kosten hinaus entstehen noch Probleme der Planung und Kontrolle, weil bei einem Mehrproduktbetrieb mit Baustellenfertigung die Disposition des Personals und der Materialien und die Erfassung des Verbraliches an Produktionsfaktoren erheblich schwieriger ist. Zur Lösung dieser Probleme wird angestrebt, nur die Endmontage von zwischenprodukten auf der Baustelle durchzuführen und die Erzeugung dieser zwischenprodukte zu zentralisieren, um kostengünstiger produzieren und exakter disponieren und kontrollieren zu können. Das setzt eine gewisse Vereinheitlichung der zwischenprodukte und ihre Transportierbarkeit und Montierbarkeit voraus.

 Organisationstyp der Fertigung, bei dem alle Arbeitsträger, Betriebsmittel und Werkstoffe zum Bearbeitungsplatz (Baustelle) gebracht werden, an dem das Produkt erstellt wird. Sie wird bei sehr unbeweglichen Produkten, wie Gebäuden, Schiffen, Lokomotiven und Flugzeugen, angewandt.

Organisationstyp der Fertigung (siehe   Produktion, Formen), bei dem sich die Betriebsmittel und Arbeitskräfte räumlich und zeitlich an dem ortsgebundenen Fertigungsobjekt orientieren. Zu unterscheiden sind die ausserbetriebliche Baustellenfertigung, bei der die Fertigung - wie in der Bauwirtschaft üblich - ausserhalb des Unternehmens erfolgt (z. B. beim Strassen- und Gebäudebau) und die innerbetriebliche Baustellenfertigung wie sie beim Flugzeug-, Schiffs- und Grossmaschinenbau anzutreffen ist.

Produktionsprogramm , bei dem ein Produkt an Ort und Stelle der späteren Verwendung oder Nutzung erstellt wird. Im Gegensatz zur klassischen Werkstattproduktion oder Fabrikfertigung sind hier die Produktionsfaktoren (Mensch und Betriebsmittel) hinsichtlich des Einsatzortes flexibel zu planen. Häufig stellt eine Baustellenproduktion eine Einzelproduktion (z.Baustellenproduktion Haus, Staudamm, Kraftwerk) dar.

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