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Collar

gleichzeitige vertragliche Vereinbarung über den Kauf eines cap (Absicherung gegen Zinssteigerungen) und den Verkauf eines floor (Absicherung gegen Zinssenkungen). Ein collar gibt den Emittenten einer floating rate note die Möglichkeit, sich gegen steigende Zinsen abzusichern und die Prämie für den cap zumindest teilweise aus dem Verkauf des floor zu finanzieren. Mit dem collar schreibt der Emittent seine Finanzierungskosten innerhalb einer Bandbreite fest.

Differenz zwischen dem Mindest- und Höchstzinssatz bei Mini-Max-Floatern (Floating Rate Note). Collars haben sich als eigenständige, von Mini-Max-Floatern losgelöste Rechte (Zinsausgleichsvereinbarungen) bisher im Markt kaum durchgesetzt.

Zinsvereinbarung im Anlagenoder Darlehensbereich, bei der die möglichen Zinsschwankungen für das Produkt nach oben und unten begrenzt werden (collar = Kragen). Er entspricht einer Kombination aus Cap und Floor.

Auch: Floorceiling-Agreement, Interestratecollar, Zinsbandbreite u. a. Form einer kassageschäftsbezogenen Zinsoption. Gleichzeitige vertragliche Vereinbarung über den Kaufeines Cap und den Verkaufeines Floor durch ein Unternehmen, wobei der Floor die spiegelbildliche Anwendung des Cap ist. Verbindung von Cap und Floor -deren Eigenschaften somit vereinigend - bei einem Schuldtitel, der in Anlehnung an einen Referenzzinssatz (z. B. EURIBOR, EUROLIBOR, Primerate) variabel verzinslich ist, vor allem bei Anleihen in Form von Floatingratebonds. Es erfolgt die Festlegung einer Zinsober- und einer Zinsuntergrenze, über die der Anleihezinssatz nicht steigen bzw. unter die er nicht fallen kann. 2 Partner vereinbaren, dass der Käufer stets dann eine Ausgleichszahlung erhält, wenn der vereinbarte Referenzzinssatz unter eine bestimmte Zinsuntergrenze (Floorrate) gefallen ist. Die Ausübung erfolgt automatisch, ist also nicht an eine besondere Willensäusserung des Inhabers gebunden, wenn sich eine für ihn vorteilhafte Situation einstellt. Zudem können mehrere Ausübungs- bzw. Entscheidungsperioden in einem Kontrakt zusammengefasst sein. Wirtschaftlich ist der Käufer des Collar gleichzeitig Käufer eines Cap (Optionsberechtigter) und Verkäufer eines Floor (Stillhalter). I. d. R. unterscheiden sich die Basisrates von Cap und Floor, sodass sich der Käufer eines Collar durch den darin enthaltenen Kauf eines Cap eine Obergrenze für die von ihm zu leistenden variablen Zinsen sichert, und durch den gleichzeitigen Verkauf eines Floor, der ebenfalls Bestandteil des Collar ist, eine Untergrenze für die Zinsen festschreibt. Auf diese Weise kann der Collarkäufer die Kosten für einen reinen Cap verringern: Während er als Capkäufer für das Recht zahlt, den variablen Zinssatz nach oben zu begrenzen, vereinnahmt er als Verkäufer des Floor eine Prämie für die gewissermassen übernommene Garantie eines Mindestsatzes. Vorteil des Collar gegenüber dem einfachen Cap ist die geringere Prämie, die daraus resultiert, dass das Unternehmen zwar als Erwerber des Cap eine Prämie zahlen muss, aber als Stillhalter beim Floor eine Prämie empfängt. Die Prämie an den Verkäufer ist bei Vertragsabschluss zu zahlen; evtl. Zahlungen an den Käufer erfolgen am Ende der vereinbarten Laufzeit. Stimmen Capkosten und Prämienerlös aus dem Floor überein, liegt ein Zerocostcap vor, da dem Collarkäufer keine Kosten entstehen. Gleichen sich beide Prämienzahlungen aus, handelt es sich um einen Zerocostcollar. Bei Collars besteht ein Bonitätsrisiko hins. der Ausgleichszahlungen, das - wie bei Zinsswaps ein Eindeckungsrisiko - von der Zinsentwicklung abhängig ist.

Cap

ist die simultane Vereinbarung von Cap und Floor. Dabei ist Cap die Obergrenze, z.B. als festgelegte Zinsobergrenze und Floor die Untergrenze, z.B. als festgelegte Zinsuntergrenze im Rahmen eines Forward-Rate Agreement (mit Anwendungsbeispiel).

Vereinbarung einer Zinsober- und Zinsuntergrenze bezogen auf einen bestimmten Kapitalbetrag. Wenn der Referenzzinssatz die vertraglich festgelegte Zinsobergrenze (CAP) übersteigt, zahlt der Verkäufer dem Käufer des Collars die Differenz zwischen dem Referenzzinssatz und der Zinsobergrenze. Fällt dagegen der Referenzsatz unter die vereinbarte Zinsuntergrenze (Floor), so muss der Käufer des Collars die Differenz zum Referenzzinssatz dem Verkäufer erstatten. Durch den Kauf eines Collars hat ein Kreditnehmer die Möglichkeit, seine Zinsen der Höhe nach zu begrenzen. Er verpflichtet sich gleichzeitig zur Zahlung eines Mindestzinses.

Vorhergehender Fachbegriff: Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) | Nächster Fachbegriff: Collar Issue



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