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EURIBOR

Der EURIBOR ist der Referenzzinssatz auf dem Geldmarkt des Euro-Währungsgebiets, zu dem Banken sich - in der Regel untereinander - Tagesgeld verleihen (Zwischenbankenhandel). Die Abkürzung EURIBOR steht dabei für Euro Interbank Offered Rate. Andere Referenzzinssätze sind EONIA, FIBOR oder LIBOR. Durch die Einführung des Euro als Währung wurde der FIBOR durch den EURIBOR abgelöst.Der EURIBOR wird geschäftstäglich aus den von den europäischen Banken gemeldeten Briefsätzen (Zinssätze für Ausleihungen an andere Banken bester Bonität) für Ein-Monatsgelder bis Zwölf-Monatsgelder als Durchschnittssätze errechnet und veröffentlicht.

(Euro Interbank Offered Rate): Geldmarkt-Referenzzins unter Banken. Referenzzinssätze (unterschiedlicher Laufzeit) für den Euro-Geldmarkt.

European Interbank Offered Rate Er soll als gemeinsamer europäischer Referenzzinssatz die nationalen Referenzzinssätze (zum Beispiel den FIBOR) der an der Europäischen Wirtschaftsund Währungsunion (EWWU) teilnehmenden Länder zum 1. Januar 1999 ablösen. Die im Zentralen Kreditausschuß (ZKA) kooperierenden Verbände der deutschen Kreditwirtschaft haben entsprechend beschlossen, die Ermittlung von FIBOR-Referenzzinssätzen zum Jahresende 1998 einzustellen. Zur Ermittlung der EURI-BOR-Referenzzinssätze werden bis zu 64 Kreditinstitute (darunter 12 deutsche Banken) Briefsätze für Ein- bis Zwölf-Monatsgelder an einen noch zu bestimmenden Informationsanbieter melden. Dieser wird für unterschiedliche Laufzeiten die Durchschnittsraten errechnen und publizieren. Weiter wird die Europäische Zentralbank (EZB) eine Ovemight-Rate auf der Grundlage der effektiven Zinssätze der EURIBOR-Referenzbanken für Tagesgeld ermitteln. Der neue europäische Referenzzinssatz ist für die Finanzmärkte innerhalb der Währungsunion von Bedeutung, da in zahlreichen Verträgen (insbesondere bei Wertpapieren und Derivaten) zunehmend auf Referenzzinssätze Bezug genommen wird. Wegen der hohen Qualität des Referenzbanken-Panels wird erwartet, daß sich der EURIBOR auch gegenüber dem Euro-LIBOR (Euro-Festzinskredit) am Markt durchsetzen wird.

Euribor bzw. EURIBOR ist die Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate. Dabei handelt es sich um den Referenzzinssatz für den Zwischenbankenhandel am gemeinsamen Geldmarkt der Teilnahmeländer der Europäischen Währungsunion. Im Zuge der Umstellung dieses Geldmarktes auf den Euro wird der Euribor die nationalen Interbank-Referenzzinssätze ablösen.

Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate. Durchschnittszinssatz (Nachfolger des LIBOR), zu dem eine erstklassige europäische Bank bereit ist, einer anderen Bank mit höchster Bonität Eurogelder zur Verfügung zu stellen. Wird täglich für Interbankeinlagen mit Laufzeiten bis 12 Monate berechnet. Hat ebenso wie EUROLIBOR die nationalen Referenzzinssätze in den EU-Mitgliedsländern -bspw. FIBOR, PIBOR, MIBOR - ersetzt. Diese Interban-kensätze unterschieden sich von den EUROLIBOR-Sätzen insofern, als sie nicht in London, sondern an den jeweils nationalen Bankenplätzen festgestellt wurden. Mit EURIBOR wollten die europäischen Verbände der Bankwirtschaft die Vorherrschaft des Londoner Bankenplatzes brechen. Dabei wurde das EURIBOR-Fixing auch auf eine wesentlich breitere Grundlage als das EUROLIBOR-Fixing gestellt, an dem ledigl. 16 in London ansässige Banken teilnehmen. Grössere Zahl und regionale Streuung der Institute spiegeln ein realistischeres Bild der Bedingungen am europäischen Geldmarkt wider, als wenn sich das Fixing nur - wie beim EUROLIBOR - auf einen Bankenplatz konzentriert, der zudem nicht zum Eurowährungs- räum gehört. Der EURIBOR ist auch deshalb repräsentativer, weil der gleiche Kreis von Berichtsbanken auch täglich ihre am Geldmarkt getätigten Umsätze mit den dazugehörigen Sätzen an die EZB meldet. Diese errechnet daraus einen umsatzgewichteten Tagesgeldsatz, EONIA (Euro Overnight Index Average), der den Märkten als Referenzsatz für Swapgeschäfte am Geldmarkt dient. Er hat den Frankfurt Interbank Overnight Average (FIONA) abgelöst. Gegen den EURIBOR wird vor allem ins Feld geführt, dass einige der Referenzbanken kein erstklassiges Rating haben, was zu Preisaufschlägen führen könne. Allerdings wird dieses Problem durch Herausstreichen von mehreren Instituten mit Höchst- und Niedrigstmeldungen entschärft.

EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) ist ein Zinssatz, der geschäftstäglich aus den Angaben von mehr als 50 Banken aus der EU und aus Nicht-EULändern errechnet wird. Die betreffende Vorschlagsphase Banken teilen mit, zu welchen Zinssätzen (engl. rate) sie Geld in Euro für einen Zeitraum von einer Woche bis zu einem Jahr anderen Banken (engl. interbank) anbieten (engl. offered). Die entsprechend in London von dort tätigen Banken ermittelten Zinssätze für unterschiedliche Währungen heißen LIBOR.

Abk. für Euro Interbank Offered Rate. EURIBOR ist die „benchmark rate” für den Euro-Geldmarkt.

Verfahren:
(1) Die auf den Euro bezogenen EURIBOR-Sätze beruhen auf den Angaben (Dateneingaben) von festgelegten erstklassigen Geldhandelsbanken (Panel Banks). EURIBOR ist gesponsert durch die European Banking Federation (FBE) sowie durch die Financial Markets Association (ACI).
(2) Jede „Panel”-Bank gibt ihre Daten bis spätestens 10.45 (MEZ/CET) ein, und zwar an, ,,, , , allen Tagen, an denen TARGET (Trans-European Automated Real-Time Gross­Settlement) offen ist. Die “Panel”-Banken haben bis 11.00 die Möglichkeit zur Korrektur. EURIBOR wird auf 11.00 Uhr ermittelt und unverzüglich veröffentlicht.
(3) EURIBOR-Sätze werden für die in­ternational üblichen Laufzeiten von 1 bis 3 Wochen sowie von 1 bis 12 Monaten ermittelt (zum Tages­geldsatz siehe   EONIA). Internetadressen: (internationaler Geldmarkt, EURIBOR, EONIA) http://www.euribor.org/ html/content/euribor; http://www.euribor.org/html/content/eonia; http://quotes.ubs.com/quotes... .

Siehe auch Geldmarktkredit.

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