Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Deckungsbeitragsanalyse

Beurteilungsmethode zur Feststellung, inwieweit ein Produkt zum Unternehmensertrag beiträgt. Es ist durchaus möglich, dass ein Produkt mit hohen Umsätzen in Wirklichkeit ein Verlustbringer ist. Zur Feststellung, inwieweit sich der Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung auf den Unternehmenserfolg auswirkt, gibt es verschiedene Analysesysteme.
Bei der Vollkostenrechnung werden jedem Produkt nach einem einheitlichen Schlüssel anteilmäßig die Selbstkosten zugeordnet. Dies kann jedoch zu falschen Ergebnissen führen, da sich bei dieser Methode beim Wegfall dieses Produktes die Selbstkostenanteile der verbliebenen Produkte erhöhen. Bei der Beurteilung nach Grenzkosteninformationen werden vom Listenpreis eines Produktes zunächst die Rabatte, Skonti und Boni abgezogen. Von diesem Nettoerlös gehen Herstellungs- und Transportkosten ab. Dies ergibt den so genannten Deckungsbeitrag I. Schließlich gehen die Kosten ab, die für Marketingmaßnahmen speziell für dieses Produkt anfallen. Dies ergibt den so genannten Deckungsbeitrag II. Schließlich gehen die Kosten ab, die unabhängig vom entsprechenden Produkt anfallen. Dies ergibt den Ertrag. Nach der Deckungsbeitragsanalyse werden jedoch nicht nur Produkte und Sortimentsbereiche beurteilt, sondern auch Kundengruppen, Profit Center, also einzelne Geschäftsfelder, Filialen, Verkaufsbüros, Vertriebsregionen und einzelne Verkaufsmitarbeiter. Doch der Deckungsbeitrag darf nicht alleiniges Kriterium für unternehmerische Entscheidungen sein. Ausschlaggebend ist, welche strategischen Aufgaben ein Produktbereich oder ein Kundensegment zu erfüllen hat. Bspw. wird ein Produkt in der Einführungsphase hohe Kosten verursachen, aber noch wenig Umsatz machen. Ein anderes Produkt hat die Aufgabe, durch seinen außergewöhnlich niedrigen Preis Kunden ins Geschäft zu locken. Ähnlich bei Geschäftsfeldern. So kann das erste Geschäftsfeld die unbedingte Voraussetzung dafür sein, dass das zweite Erträge erwirtschaftet. So kann es im Zeitschriftenbereich nicht unbedingt darauf ankommen, dass der Vertrieb einen hohen Deckungsbeitrag erwirtschaftet. Ausschlaggebend ist, dass durch eine hohe Verkaufsauflage hohe Anzeigenumsätze erzielt werden. Wenig rentable Filialen, Verkaufsgebiete und Kundensegmente werden oftmals aus Wettbewerbsgründen gehalten.

Vorhergehender Fachbegriff: Deckungsbeitrag pro Einheit der Engpaßbelastung | Nächster Fachbegriff: Deckungsbeitragsflussrechnung



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Marktaustrittsbarrieren | Betriebsgesellschaft | Leg-ein-hol-zurück

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2017 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon