Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Familienlastenausgleich

Sammelbegriff für vorrangig familienpolitisch orientierte Regelungen und Massnahmen, die darauf abzielen, Eltern bei Aufwendungen für den Unterhalt oder die Erziehung von Kindern zumindest teilweise zu entlasten und die dadurch bei Haushalten mit sonst gleichem Einkommen eine horizontale Einkommensumverteilung bewirken, zugunsten der Haushalte mit hohen Aufwendungen für Kinder und zu Lasten der Haushalte mit keinen oder nur geringen Aufwendungen für Kinder. Für die staatliche Familienpolitik kommen dafür in erster Linie Steuerentlastungen (z.B. durch Kinderfreibeträge bei der Einkommensteuer) und Einkommenstransfers (z.B. Kindergeld oder Erziehungsgeld) in Betracht. Familienpolitische Komponenten können jedoch auch in sozialpolitische Massnahmen eingebaut werden, z.B. bei der Sozialen Sicherung, wenn für Leistungsempfänger mit Kindern höhere Leistungen (Kinderzuschläge) vorgesehen werden oder wenn in der gesetzlichen Krankenversicherung Kinder beitragsfrei bei den Eltern mitversichert werden. Nachdem in der Bundesrepublik Deutschland ab 1975 geplant war, den Familienlastenausgleich hauptsächlich eingleisig über Kindergeld durchzuführen, kam es über mehrere familienbezogene Steuerentlastungen wieder zu einer Rückkehr zum zweigleisigen System.            Literatur: Oberhäuser, A., Familie und Haushalt als Transferempfänger, Frankfurt a.M., New York 1989.

familienpolitische Maßnahmen, die nicht zweckgebundene einkommenswirksame Kindergeldleistungen und andere Transferzahlungen, einkommensteuerliche Unterstützung von Ehe und Familie sowie Erziehungsgeld, Erziehungsurlaub und Anrechnung von Erziehungszeiten umfassen. Bei der Zielsetzung des Familienlastenausgleichs wird zwischen einer gesell- schaftsbezogenen, familienbezogenen, kindbezogenen und bevölkerungspolitischen Argumentation unterschieden. Literatur: Henke, K: D (1989). Oberhauser, A. (1980)

Vorhergehender Fachbegriff: Familiengesellschaft | Nächster Fachbegriff: Familienlebenszyklus



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Aktienkauf auf Kredit | Konzernbilanz-Richtlinie | Bin Packing-Problem

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon