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Gruppe

Menschen (Mitarbeiter) denken, handeln und fühlen in Betrieben nicht nur als isolierte Individuen, sondern als Mitglieder von Gruppen. Neben der Existenz formaler Gruppen ( Aktionseinheiten, organisatorische ) sind daher im Zusammenhang mit der Personalführung ( Motivation ) informale Gruppen i. S. von Freundschafts- oder Interessengruppen zu beachten. In den Sozialwissenschaften wird unter einer Gruppe eine Reihe von Personen verstanden, die in einer bestimmten Zeitspanne häufig miteinander Umgang hat und deren Anzahl so gering ist, dass jede Person mit allen anderen Personen in Verbindung treten kann. Bei einem zufälligen Zusammentreffen von Personen wird nicht von einer Gruppe gesprochen. Insbesondere die optimale Gruppengröße ist ausschlaggebend für die Kohäsion (Zusammengehörigkeitsgefühl) und damit die Arbeitsleistung einer Gruppe ( Teilautonome Gruppe ). Ein Modell sich überlappender Gruppen erstellte „Likert“ ( Linking Pin ).

Zusammenfass. Bez.d. KWG f. Instituts- und Finanzholdinggruppen.

In der Wirtschaftssoziologie: soziale Gruppe, eine im einzelnen sehr unterschiedlich verwandte Bezeichnung für eine Mehrzahl von Individuen. Der Begriff kann Personenkollektive von der Zweier-Gruppe (Dyade, Paar) bis zur Gesamtgesellschaft bezeichnen. [1] Jedoch scheinen die meisten Definitionen wenigstens darin übereinzustimmen, dass zwei oder mehr Individuen dann eine Gruppe bilden, wenn die Beziehungen zwischen diesen Individuen soweit als regelmässig und zeitlich überdauernd betrachtet werden können, dass man von einer integrierten sozialen Struktur sprechen kann, es sich also nicht lediglich um eine blosse Menge oder Kategorie oder um eine momentane Ansammlung von Individuen handelt. Da die Integration der Individuen mehr oder weniger stark sein kann, bezeichnet der Begriff der Gruppe ein Kontinuum: „Eine Anzahl von Personen bildet eine Gruppe soweit und in dem Grade, wie eine bestimmte Art der Integration dieser Personen stattfindet“ (Landecker 1964).

[2] Zusätzliches Definitionsmerkmal ist häufig das Vorhandensein eines Bewusstseins der Zusammengehörigkeit auf Seiten der miteinander in Beziehung stehenden Individuen, also eines Bewusstseins der Zugehörigkeit zu einer gemeinsamen sozialen Einheit und des Unterschieds zwischen „Mitgliedern“ und „Nicht-Mitgliedern“ (Gruppenbewusstsein, „Wir-Gefühl“).

[3] Von manchen Autoren werden ausser den in [1] und

[2] genannten Merkmalen noch die Existenz eines gemeinsamen G.nziels, die Institutionalisierung spezifischer G.n-Normen, Statusdifferenzierung und/oder die Ausbildung eines Systems differenzierter Rollen und ähnliche Struktureigenschaften als Voraussetzung für die Verwendung des G.n-Begriffs genannt.

[4] Andere Autoren (G.C. Homans) beschränken den Begriff der Gruppe bisweilen auf eine Anzahl von Personen, die miteinander direkte Kontakte unterhalten (face-to-face group). Da solche allseitigen direkten Interaktionsbeziehungen nur zwischen den Mitgliedern von Kollektiven möglich sind, die einen gewissen Umfang nicht überschreiten, wird die Gruppe durch diese Definition gleichzeitig gegen grössere Kollektive (Institutionen, Gesellschaften) abgegrenzt.

[5] Manchmal wird der Begriff der Gruppe auch benutzt, um eine lediglich durch ein oder mehrere gemeinsame Merkmale charakterisierte Vielzahl von Personen zu kennzeichnen („Sozialkategorie“, z.B. „die Studenten“ oder „die katholischen Industriearbeiter“), ohne dass irgendeine Form der sozialen Integration oder des Zusammengehörigkeitsgefühls dieser Personen vorausgesetzt wird. Allerdings wird häufig angenommen, dass die zu einer solchen gemeinsamen Kategorie gehörenden Personen unter bestimmten Umständen in ähnlicher Weise reagieren.

[6] Auch die zu der Bezugsgruppe einer Person gehörenden Individuen müssen nicht notwendig eine integrierte soziale Einheit bilden: Als Bezugsgruppe wird jedes Personenkollektiv bezeichnet, mit dem sich eine Person in bestimmter Weise identifiziert oder vergleicht.

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