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Hebel (Leverage)

Der Hebel eines Optionsscheins wird als eine statische Kennzahl verstanden. Er wird durch das Verhältnis aktueller Kurs des Basiswerts multipliziert mit dem Optionsverhältnis dividiert durch den Kurs des Optionsscheins dargestellt. Damit demonstriert die Kennzahl das Verhältnis Kapitalbetrag, der zum Kauf des Basiswerts aufgewendet werden müßte zu Kapitalbetrag, der zum Erwerb des Optionsscheins erforderlich wäre.

Der Hebel im Derivatehandel :

An der Börse und im Derivatehandel versteht man unter einem Hebel den Faktor, um den eine Option stärker steigt oder fällt als die zugrundeliegende Aktie (das sog. "Underlying").

So bedeutet z.B. ein Hebel von 10, daß der Optionsschein um 10 Punkte steigt, wenn die entsprechende Aktie nur um 1 Punkt zulegt ? und umgekehrt: verliert die Aktie 1 Punkt, sackt der Optionsschein entsprechend um 10 Punkte ab.

Weitere Faktoren, die den Hebel beeinflussen, sind die Restlaufzeit und der innere Wert der Option.

(auch : Leverage-Faktor, Leverage indicator)

(Leverage-Faktor, Leverage indicator) Der Hebel eines Optionsscheins wird als eine statische Kennzahl verstanden. Er wird durch das Verhältnis aktueller Kurs des Basiswerts multipliziert mit dem Optionsverhältnis dividiert durch den Kurs des Optionsscheins dargestellt. Damit demonstriert die Kennzahl das Verhältnis Kapitalbetrag, der zum Kauf des Basiswerts aufgewendet werden müßte zu Kapitalbetrag, der zum Erwerb des Optionsscheins erforderlich wäre.

Kennziffer, die angibt, in welchem Verhältnis ein Optionsschein oder ein anderes Derivat eine Kursbewegung des Basisinstruments nachvollzieht.
Beispiel:
Das Basisinstrument ist eine Aktie mit einem aktuellen Kurs von 80,00 EUR. Der Optionsschein kostet 10,00 EUR und berechtigt zum Bezug einer Aktie. Das Bezugsverhältnis ist 1:1, der Hebel 8 und bedeutet, dass bei einem Anstieg des Aktienkurses um 1 % der Optionsschein um 8 % ansteigt. Diese Hebelwirkung (Leverage) bewirkt in der Regel ein Aufgeld für den Optionsschein. Auch bei anderen wirtschaftlichen Zusammenhängen wird von Hebelwirkung immer dann gesprochen, wenn ein Wert überproportional auf die Veränderung eines anderen Wertes reagiert, so z.B. bei der Fremdfinanzierung.



Durch diesen Indikator wird angezeigt, um wie viel stärker die Kursänderung des Optionsscheins im Vergleich zum Basiswert ausfällt. Ein Hebel von 5 bedeutet z. B., dass bei einem Kursanstieg des Basiswertes um 4 % der Kurs des Warrants um 20 % ansteigen sollte. Weiterhin gibt er an, wie viele Scheine für den Preis einer Einheit des Basiswertes gekauft werden müssen.
Ein weiteres Beispiel:
Ein Optionsschein, der 1 Euro kostet, berechtigt zum Bezug einer Aktie zu 30 Euro. Der aktuelle Börsenkurs der Aktie liegt ebenfalls bei 30 Euro. Steigt die Aktie auf 40 Euro, beträgt der Wert des Optionsscheins 10 Euro, denn er berechtigt zum Bezug der Aktie zum ermäßigten Preis von 30 Euro (30 Euro + 10 Euro = 40 Euro). Während die Aktie um 33 % gestiegen ist, hat sich der Preis des Optionsscheins verzehnfacht. Er hat damit 30-mal mehr gewonnen als die Aktie. Also ein Hebel von 30.
Siehe auch: Optionsschein

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