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Kostenpolitik

Die langfristige Planung und Beeinflussung der Kostenbestimmungsfaktoren kann als Kostenpolitik bezeichnet werden; gegenüber dieser Begriffsfassung wird dann als Kostenplanung die kurzfristige Festlegung der Kostenbestimmungsfaktoren und deren Nutzung verstanden. Voraussetzung für eine systematische Kostenpolitik ist die Erfassung der langfristig wirkenden und nur allmählich veränder Baren Kostenbestimmungsfaktoren und die Prognose ihrer Entwicklung. Zu diesen langfristigen Kostenbestimmungsfaktoren gehören vor allem die Wahl des Standortes, die Wahl des Fertigungsverfahrens unter Einbeziehung des Anlagenbestandes, die Entscheidung über Breite und Tiefe des Produktionssortiments und die Schaffung eines Potentials an qualifizierten Mitarbeitern und Führungskräften; darüber hinaus ist noch die Finanzierungsstruktur eine nur längerfristige beeinflußbare Kostenbestimmungsgröße. Die meisten dieser Faktoren haben die Eigenschaft, daß Änderungen nicht abrupt erfolgen, sondern daß eine Fülle von aufeinanderfolgenden oder zum Teil sogar gleichzeitig erfolgenden Einzelentscheidungen die Richtung der Entwicklung dieser Kostenbestimmungsfaktoren ausmacht; das gilt in eingeschränktem Maße auch für Standortentscheidungen, obwohl diese im Regelfall in einigen großen Schritten vollzogen werden. Aufgabe der Kostenpolitik ist es, für diese Vielzahl von Einzelentscheidungen eine allgemeine Tendenz aufzuzeigen, in die diese Entscheidungen wirken sollen. Wenn beispielsweise prognostiziert wird, daß zur Verbesserung der Absatzpolitik eine Sortimentsverbreiterung erforderlich sei, dann wird diese Einsicht für die Entscheidung über die Aufnahme von Produkten in das Produktionsprogramm eine größere Risikobereitschaft bewirken, aber auch Konsequenzen in der Anlagenplanung in Richtung auf universellere Maschinen und in der Organisation von Fertigung und Absatz haben.

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