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persönliche Befragung

(Interview) Dem sog. Probanden tritt als Dialogpartner ein Angehöriger der Erhebungsorganisation gegenüber, der ihm Fragen vorträgt und die erhaltenen Antworten aufzeichnet. Darüber hinaus kann der Interviewer den Erhebungsgegenstand (z. B. ein Produkt) vorführen oder dem Befragten verschiedene Antworthilfen vorlegen, z.B. Wort- oder Farbkärtchen. Unbemerkt vom Befragten wird der Interviewer oft über dessen Verhalten Notizen machen und somit die Befragung mit einer Beobachtung koppeln. Bei Fragen, die die Privatsphäre berühren, fühlt sich der Befragte gegenüber dem Interviewer nicht selten gehemmt. Auch durch sein Verhalten beeinflusst und steuert der Interviewer bis zu einem gewissen Grade die Antworten des Befragten (Interviewereffekt). Gute Interviewer gewinnen das Vertrauen des Befragten und erhöhen so seine Auskunftswilligkeit. Beim standardisierten Interview ist eine bestimmte Fragenfolge einzuhalten, beim nicht-standardisierten kann der Interviewer in Abhängigkeit von den Antworten das Frageschema verändern oder erweitern (Tiefeninterview). Je individueller jedoch die einzelne Befragurig ausfällt, desto schwieriger wird die spätere Verdichtung der gewonnenen Informationen und desto grösser wird die Filterwirkung des Interviewers bei der Niederschrift der Antworten. Da der Interviewer die Befragungsprotokolle auch fälschen könnte, ist seine Tätigkeit durch den Auftraggeber zu überprüfen, sei es durch den Einbau von Kontrollfragen oder sei es durch stichprobenhafte Nachforschungen bei den Befragten. Die hohen Personalkosten lassen die persönliche Befragung nur für kleine Stichproben und relativ umfangreiche Fragenkataloge empfehlenswert erscheinen. Das Bemühen um Kostenminderung führt zur Einschaltung moderner Kommunikationsmittel (Telefoninterview, Bildschirmbefragung).  

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