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Quantitätsgleichung

(Fishersche Tauschgleichung, Verkehrsgleichung) ursprünglich die auf Irving Fisher zurückgehende Sicht von der Identität der geldund güterwirtschaftlichen Seite des gesamtwirtschaftlichen Transaktions- bzw. Handelsvolumens einer Periode: In dieser Transaktionsversion besagt die Quantitätsgleichung, dass ex post das reale Handelsvolumen H multipliziert mit seinem Preisindex PH notwendigerweise gleich der Geldmenge M multipliziert mit der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes VH ist. Damit wird der aus der Kreislaufanalyse bekannte Sachverhalt, dass sich die volkswirtschaftlichen Geld- und Güterströme einer Periode wertmässig entsprechen müssen, auf eine analytisch. zweckmässige Formel gebracht (-3 Quantitätstheorie). Die Quantitätsgleichung beinhaltet eine Definition für die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, d. h. die durchschnittliche Häufigkeit, mit der das Geld zu Transaktionszwecken verwendet wird. In der modernen Makroökonomik geht man meist von einer modifizierten Form der Quantitätsgleichung aus, in der an die Stelle des realen Handelsvolumens H das mit dem Preisindex des Bruttosozialprodukts Pyi deflationierte reale Bruttosozialprodukt y tritt: In dieser Identität symbolisiert Vy die sog. Einkommenskreislaufgeschwindigkeit des  Geldes, d. h. die durchschnittliche Häufigkeit, mit der die umlaufende Geldmenge M im geldwirtschaftlichen Tauschverkehr zur Einkommensentstehung beiträgt. Der Kehrwert der Einkommenskreislaufgeschwindigkeit des Geldes ist der Kassenhaltungskoeffizient k. Er gibt die durchschnittliche Zeitdauer an, mit der das Geld zwischen den Transaktionen als Kasse gehalten wird. Unter Berücksichtigung von k -z-. 1/Vy und Y y • Pyi geht (2) über in die Cambridge-Version der Quantitätsgleichung: Diese auf Alfred Marshall und Arthur C. Pigou zurückgehende und nach ihrem Wirkungsort Cambridge (England) benannte Cambridge-Gleichung ist ebenfalls nur eine Identität für ex post gemessene Grössen und nicht etwa eine Verhaltensgleichung für die - Geldnachfrage. In der -Inflationstheorie geht man meist von den dynamisierten Versionen der Quantitätsgleichung aus. Mittels kontinuierlicher (logarithmischer) Wachstumsraten formuliert, ergeben sich aus (2) und (3) die Identitäten: Der Zusammenhang zwischen monetärer Expansion und Inflationsentwicklung geht aus der Tabelle hervor. Danach ist die Umlaufsgeschwindigkeit VH im Zwölfjahreszeitraum 1973-1985 mit durchschnittlich 1,19% p. a. nur geringfügig gesunken. Dies erklärt, weshalb die durchschnittliche Preisindexsteigerungsrate gpy. mit 4,01% p. a. geringer ausgefallen ist als die durchschnittliche Wachstumsrate der Geldmenge pro reale Sozialprodukteinheit (gm/yi ) mit 5,20% p. a. Dementsprechend ist die durchschnittliche Wachstumsrate der realen Geldmenge (gm/PyI) mit 2,96% p. a. höher ausgefallen als die durchschnittliche Wachstumsrate des realen Bruttosozialprodukts (gp mit 1,77% p. a. Von der Quantitätsgleichung ist die auf ihr Quantitätsgleichung Quantitätsgleichung Quantitätsgleichung Quantitätsgleichung Quantitätsgleichung basierende Quantitätstheorie zu unterscheiden, nach der zwischen Geldmenge M und Preisniveau P bzw. Preisindex Py eine enge Kausalbeziehung besteht (Inflationstheorie).                                             Literatur: Fisher, I., The Purchasing Power of Money, New York 1911. Pigou, A. C., The Value of Money, in: Quarterly Journal of Economics, Vol. 32 (1917/18), S. 38 ff. Marshall, A., Money, Credit and Commerce, London 1923.

Die Quantitätsgleichung, auch als Verkehrsgleichung bezeichnet, besagt, daß das Produkt aus Geldmenge und Umlaufgeschwindigkeit gleich dem Produkt aus Handelsvolumen und Preisniveau ist. Diese Identität ist eine Tautologie, denn sie beschreibt nur die Tatsache, daß alle Käufe zugleich Verkäufe sind.

Auch: Verkehrsgleichung. Beinhaltet, dass das Produkt aus Geldmenge und -Umlaufgeschwindigkeit gleich ist dem Produkt aus Handelsvolumen in der Volkswirtschaft und Preisniveau. Ist in dieser rudimentären Formulierung eine Tautologie, eine immer erfüllte Identität.

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