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Risikoeinstellung

im Rahmen der Entscheidungstheorie Kennzeichen der subjektiven Bereitschaft eines Entscheidungssubjektes, bei der Auswahl aus mehreren Handlungsalternativen unsichere Ergebnismöglichkeiten in Kauf zu nehmen. Ein Entscheidungssubjekt wird als risikoneutral bzw. -indifferent bezeichnet, wenn es sich bei der Alternativenauswahl nur an einer Kennzahl für die durchschnittlichen Erfolgsaussichten orientiert (z. B. den mathematischen Erwartungswert, Idt-Prinzip), das Aussmass möglicher Abweichungen von dieser Kennzahl jedoch als unerheblich betrachtet. Risikoversion (Risikobereitschaft, -freude, -präferenz) liegt demgegenüber vor, wenn die Wertschätzung einer Handlungsalternative bei gegebenem Kennzahlenwert für die durchschnittlichen Erfolgsaussichten um so kleiner (grösser) wird, je grösser das Ausmass möglicher Abweichungen ist. Bei Entscheidungsregeln für Risikosituationen kann die Risikoeinstellung daran identifiziert werden, ob das —Sicherheitsäquivalent (Si) einer Handlungsalternative ai und der mathematische Erwartungswert ihrer Ergebnisverteilung (      in  der Relation = Si (Neutralität), t, Si (Aversion) oder 1.4 < Si (Bereitschaft) stehen. Bei Anwendung des Bernoulli-Prinzips entspricht ein progressiv (degressiv) steigender Verlauf der Risiko-Nutzen-Funktion einer risikoscheuen (risikobereiten) Einstellung, während ein linearer Verlauf Risikoneutralität anzeigt. Als Masszahl für die Stärke der Risikoaversion wird das sog. Arrow-PrattMass u" (e)/U\' (e), also der mit —1 multiplizierte Quotient aus der zweiten und ersten Ableitung der Risiko-Nutzen-Funktion, verwendet.             Literatur: Bamberg, G./Coenenberg, A., Betriebswirtschaftliche Entscheidungslehre, 6. Aufl., München 1991, S. 66 ff. Bitz, M., Entscheidungstheorie, München 1981, S. 87 ff.

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