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Entscheidungssubjekt

1. Entscheidungssuhjekt als Entscheidungseinheit Entscheidungseinheiten sind nach Frese (1968, S. 23) solche Einheiten, »deren Wertsystem eine eindeutige und vollständige Rangordnung der Handlungsalternativen gestattet«. Diese Forderung nach Rationalität erfüllen alle rational handelnden Einzelpersonen und bestimmte Entscheidungskollektive wie die Entscheidungsgemeinschaft und das Team. Entscheidungssubjekt kann demnach sowohl ein Individuum als auch ein Entscheidungskollektiv sein.
2. Entscheidungssubjekt als Entscheider schlechthinDer Begriff des Entscheidungssubjekt wird auch ganz allgemein für Personen ( und Maschinen) gebraucht, die Entscheidungenfällen im Gegensatz zum Entscheidungsobjekt, das den personalen und / oder materialen Gegenstand bezeichnet, über den entschieden wird. Entscheidungstheorie Die Entscheidungssubjekt kann unter zwei Gesichtspunkten betrachtet werden. Zum einen kann man Vorschläge entwickeln, wie »vernünftige« Entscheidungen aussehen sollen. Das ist die Aufgabe der normativen Entscheidungssubjekt Alternativ dazu geht es um die Analyse von tatsächlichen Entscheidungen und ihre Hintergründe. Auf dieser Ebene dominieren die empirische Erklärung und Prognose der Entscheidung. Dafür ist die deskriptive Entscheidungssubjekt kompetent. Sowohl für die normative als auch für die deskriptive Entscheidungssubjekt werden faktische, wertende und methodische Entscheidungsprämissen benötigt. Darüber informieren die Abbildungen 1 und
2. Selbstverständlich unterscheidet sich die inhaltliche Ausgestaltung der Entscheidungsprämissen in der normativen und deskriptiven Entscheidungssubjekt Bei den faktischen Entscheidungsprämissen im Rahmen der normativen Entscheidungssubjekt ist von allen Aktionen, allen Umweltbedingungen, allen Ergebnissen und allen Wahrscheinlichkeiten auszugehen, so daß eine vollständige Ergebnismatrix zu erstellen ist. Die deskriptive Entscheidungssubjekt informiert darüber, daß in der Regel relativ wenige Aktionen, wenn nicht gar nur eine Aktion, vom Entscheidungsträger betrachtet werdenAußerdem werden nur wenige mutmaßliche Ergebnisse von Aktionen ermittelt. Man erstellt also nur Lösungshypothesen. Das ist die Konsequenz der beschränkten Infonnationswahrnehmungs und Inforntf tionsverarbeitungskapazität von Menschen und Organisationen. Ein deutlich herausragender Unterschied der deskriptiven Entscheidungssubjekt zur normativen Entscheidungssubjekt ist bei den Zielen zu beobachten. Stellt die normative Entscheidungssubjekt satisfizierende Ziele als gleichberechtigt neben extremale Ziele oder erkennt sogar häufig den extremalen Zielen eine Priorität zu, so geht die deskriptive Entscheidungssubjekt anders vor. Nach vorherrschender Meinung dominieren in der Realität des individuellen und organisationalen Entscheidungsverhaltens satisfizierende Ziele. Es ist in der Realität so, daß jeweils nur wenige Lösungshypothesen oder nur eine Lösungshypothese auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. Die erste Lösungshypothese, die das Ziel erfüllt, wird als optimal bezeichnet und ergibt so eine eindeutige Lösung. Die Annahme satisfizierender Ziele steht in engem Zusammenhang mit der beschränkten Fähigkeit von Menschen und Organisationen, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Während man bei extremalen Zielen alle Aktionen überprüfen muß, genügt es bei satisfizierenden Zielen u. U. sogar, nur eine Lösungshypothese zu testen. Da in der normativen Entscheidungssubjekt alle faktischen und wertenden Entscheidungsprämissen gegeben sind, werden nur Lösungsmethoden benötigt, um eine optimale Aktion aus faktischen und wertenden Entscheidungsprämissen abzuleiten. (In Entscheidungssituationen unter Risiko und Unsicherheit übernehmen die Entscheidungsregeln zusätzlich die Rolle der methodischen Entscheidungsprämissen.) Im Gegensatz dazu informiert die deskriptive E., daß im realen Entscheidungsverhalten faktische und wertende Entscheidungsprämissen nicht schon als vorhanden zu betrachten, sondern mit Hilfe diverser Methoden erst zu generieren sind. Suchmethoden, Strukturierungsmethoden und Methoden zur Zielbestimmung rükken deshalb in den Mittelpunkt.

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