Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Rohgewinn

(engl. gross profit)

Der Rohgewinn ist der in der kaufmännischen Praxis übliche Ausdruck für die positive Differenz zwischen Umsatzerlösen (Umsatz) und Wareneinsatz (Warenaufwand). Um den Wertauftrieb darzustellen, den die verkauften Waren gegenüber ihrem Einkaufspreis (nach Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni und + Rabatten) erzielt haben, wird mit dem Rohgewinn eine Erfolgsgröße ermittelt, die zunächst zur Deckung aller Aufwendungen (Aufwand) herangezogen wird, die neben dem Wareneinsatz angefallen sind, ehe von Gewinn (oder Verlust) gesprochen werden kann.

Das prozentuale Verhältnis zwischen Rohgewinn und Umsatzerlösen ist die Handelsspanne. Nach Abzug der Aufwendungen (ohne Wareneinsatz) vom Rohgewinn kann durchaus ein Reinverlust entstehen. Wohl deshalb wird häufig statt von Rohgewinn auch von Rohertrag gesprochen. Aber auch dieser Ausdruck ist unkorrekt, weil nach den Grundsätzen zur Entstehung eines buchungsfähigen Ertrags der gesamte Umsatzerlös den Rohertrag darstellt. Dem Sachverhalt, der mit dem Ausdruck Rohgewinn dargestellt werden soll, nämlich den Betrag anzugeben, der zur Deckung der Aufwendungen (ohne Wareneinsatz) zur Verfügung steht, entspricht eher der Deckungsbeitrag aus Warengeschäft.

Der Rohgewinn ist die Differenz zwischen Umsatz und Waren/Materialeinsatz. Man unterscheidet zwischen Rohgewinn I und Rohgewinn II.

Der Rohgewinn I ist:

Umsatz brutto

- Mehrwertsteuer
-----------------
= Umsatz netto

- Einkaufspreis der Waren ohne Vorsteuer
-----------------
= Rohgewinn I

Anders formuliert: Wie viel Prozent bleiben vom Umsatz übrig, um die Gesamtkosten zu decken?

Im Handel nennt man den Rohgewinn I auch Handelsspanne.

Der Rohgewinn II (im Handel auch Betriebshandelsspanne genannt) ist dann:

Umsatz ohne Mehrwertsteuer

- Einkaufspreis der Waren ohne Mehrwertsteuer
------------------
= Rohgewinn I
- Warenbezugskosten
------------------
= Rohgewinn II

Mit Hilfe eines einfachen Dreisatzes lässt sich errechnen, welchen Mindestumsatz ein Unternehmer machen muss, um seine Betriebsausgaben zu decken. Die Formel für den Mindestumsatz lautet:

Mindestumsatz = Gesamtkosten x 100 / Rohgewinn I (Handelsspanne)



 Handelsspanne

Vorhergehender Fachbegriff: Rohgewicht | Nächster Fachbegriff: Rohholz



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : IUCAB | horizontaler Kontakt | Verkaufskommission

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon