Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Saysches Gesetz

behauptet, dass das Angebot auf einem Markt sich selbst seine Nachfrage schafft. Man bietet nur Güter (oder Dienstleistungen) an, um Güter nachzufragen. Für eine reine Tauschwirtschaft ohne Geld ist das Say\'sche-Gesetz unmittelbar aus der Budgetrestriktion abzuleiten, es entspricht dem —÷Walras-Gesetz. Für eine Geldwirtschaft behauptet das nach dem Franzosen Jean Baptiste Say benannte Gesetz, dass die Wirtschaftssubjekte keine Güter anbieten, um (dauerhaft) Geld zu halten, und entspricht damit der klassischen Vorstellung, dass Geld keinen eigenen Nutzen hat und damit in die (die Nachfrage und das Angebot bestimmenden) Nutzenfunktionen der Wirtschaftssubjekte eingeht. Aus dieser Vorstellung resultiert dann die "klassische Dichotomie" der Märkte, nach der das Produktionsvolumen auf den Gütermärkten in Abhängigkeit von den relativen Güterpreisen bestimmt wird, während sich das absolute Preisniveau gemäss der  Quantitätstheorie ergibt, ohne dass ein Transmissionsmechanismus aufgezeigt wird, über den die Veränderungen der Geldmenge auf einzelne Güterpreise wirken. Das Say\'sche-Gesetz dient gleichzeitig als Begründung dafür, dass es keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit geben könne, setzt dann jedoch — ausser in einer reinen Tauschwirtschaft ohne (kapitalintensive) Produktion — voraus, dass der walrasianische Preismechanismus auf allen Märkten stets zur Beseitigung von Überschussangebot bzw. -nachfrage sorgt (Ungleichgewichtstheorie).           Literatur: Patinkin, D., Money, Interest and Prices, 2. Aufl., New York u. a. 1965.

Vorhergehender Fachbegriff: Savings-Verfahren | Nächster Fachbegriff: Saysches Theorem



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Englische Versicherungsklauseln | Patentzusammenarbeitsvertrag | Kapitalverkehrsteuem

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2017 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon