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Tausch

Tausch Zwei Partner (z. B. der Tropenforscher Schwitzig und der Eingeborene Klongo) treffen eine Vereinbarung darüber. dass der eine (Schwitzig) dem anderen ein Wirtschaftsgut (z. B. einen Beutel Glasperlen) überlässt und im gleichen Zug der andere (Klongo) seinem Tauschpartner ebenfalls ein Wirtschaftsgut (z. B. einen Sack Kaffeebohnen) gibt. Der Tausch ist für beide Partner dann sinnvoll, wenn sie sich vom Wirtschaftsgut des anderen jeweils einen höheren Nutzen versprechen. Wie sich das im Falle von Schwitzig und Klongo verhält. ist eindeutig: Klongo wird in unzulässiger Weise übers Ohr gehauen. In einer Geldwirtschaft wird zumeist Ware gegen Geld und Geld gegen Ware getauscht. Der direkte Tausch Ware gegen Ware (naturalt Tauschwirtschaft) ist eher unüblich.

Tausch ist der Austausch eines bestimmten Gegenstandes gegen einen anderen. Der Tausch -Vertrag ist ein gegenseitiger Vertrag, bei dem die Gegenleistung m Gegensatz zum Kauf -nicht in Geld oder anderen Umlaufwerten besteht; die Vorschriften über den Kauf finden jedoch entsprechende Anwendung (§515 BGB). Bei Inzahlungnahme eines Gegenstandes beim Kauf wird die Gegenleistung z. Tausch durch Zahlung von Geld und z. Tausch durch Annahme der in Zahlung gegebenen Sache an Erfüllungs Statt (§ 364 Abs. 1 BGB) erbracht; i. d. R. handelt es sich hierbei um einen reinen Kaufvertrag.

Siehe auch: Transaktion

In der Wirtschaftssoziologie: der Austausch von Gütern, Dienstleistungen, i.d.R. auf einem Markt, durch den jedes der tauschenden Individuen oder Gruppen einen wirtschaftlichen oder sonstigen Vorteil, Nutzen zu erreichen sucht. Vom Tausch wird der rituelle T, auch reziprozitärer (reciprocative) T unterschieden, z.B. der Austausch von Geschenken zwischen Familien oder Stämmen, dem Anthropologen (B. Malinowski, M. Mauss) besondere Aufmerksamkeit geschenkt haben. Der rituelle T wird nicht durch wirtschaftliche Kalkulation, sondern durch religiöse, traditionale oder andere Bindungen gesteuert.

wechselseitige Übertragung knapper Güter auf der Grundlage subjektiver Wertschätzung. Voraussetzung für einen Tausch ist die Verschiedenartigkeit der Wirtschaftssubjekte. Diese kann ihren Ausdruck in unterschiedlichen Bedürfnisstrukturen (Präferenzen) sowie unterschiedlichen Produktionsmöglichkeiten finden. Tausch findet dann statt, wenn ein Wirtschaftssubjekt den Wert des Gutes, das es erwerben will, im Zeitpunkt des Tausches höher einschätzt als den des dafür getauschten Gutes (Tauschwert, Gebrauchswert). Eine zentrale Rolle spielt der Tausch in einer arbeitsteiligen Wirtschaft. Der Tausch stellt ein friedliches Verfahren zur Allokation der Güter und der Faktoren dar. In einer Tauschwirtschaft dominiert der Tausch als Allokationsverfahren. Realtausch (Naturaltausch) liegt vor, wenn ein Gut direkt gegen ein anderes getauscht wird. Es entsteht hierbei ein Realtauschverhältnis. In einer Geldwirtschaft findet der Tausch durch die Zwischenschaltung des Geldes (allgemeines Tauschmittel) statt. Als Ergebnis der Einigung zwischen den Tauschpartnern gehen aus dem Tauschprozess bestimmte Austausch- bzw. Preisrelationen zwischen den einzelnen Gütern hervor. In einer Marktwirtschaft vollzieht sich der Tausch im Wettbewerb über Märkte.        

gegenseitige Übertragung von Gütern zwischen Wirtschaftssubjekten. Tausch entwickelt sich aus der Arbeitsteilung (Spezialisierung); er ist Voraussetzung und Mittel der Wohlfahrtssteigerung. Im Falle von nur 2 Gütern A und B können zwei Austauschverhältnisse gebildet werden: Mengeneinheit von Gut A pro Mengeneinheit von Gut B und umgekehrt. Sind n Güter Gegenstand des Tausches, gibt es n(n-1) Austauschverhältnisse. Diese Austauschverhältnisse sind definitorisch eng mit den relativen Preisen verknüpft.

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