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Theorie X

Die Theorie X und die Theorie Y von McGregor (1960) beschreiben zwei polare Menschenbilder als Grundlage der Unternehmungsführung. Diese Menschenbilder repräsentieren stark vereinfachende Annahmen über Mitglieder von Organisationen, aus denen sich konkrete Gestaltungshinweise für die Führung ableiten lassen. In der Theorie X wird ein unvollkommenes und einseitiges Bild des Menschen beschrieben, das der klassischen Führungskonzeption zugrunde liegt.

Eine Ende der 1950er Jahre von Douglas McGregor entwickelte und in seinem Buch The Human Enterprise” (1960) beschrie­bene Theorie, die sich primär mit Hypothesen Organisationen befaßte. McGregors Grundthese lautet, der Durchschnittsmensch habe eine gene­relle Abneigung gegen Arbeit und versuche da­her, sie zu vermeiden, wann und wo immer es möglich ist. Zudem möchte er sich “vor Verant­wortung drücken” und besitze “verhältnismäßig wenig Ehrgeiz”. Daher muss er getrieben oder gar mit Sanktionen bzw. in Aussicht gestellte - Be­lohnungen “zur Arbeit gezwungen” werden.
Diesem Menschenbild stellte McGregor die “Theorie Y” entgegen: Arbeitsscheu sei dem Menschen nicht angeboren, und die Flucht vor Verantwortung und Mangel an Ehrgeiz seien das Resultat schlechter Erfahrungen. Fremdkontrolle und Androhung von Sanktionen seien keines­wegs “das einzige Mittel, jemanden zu bewegen, sich für die Ziele des Unternehmens einzuset­zen.” Auch “Flucht vor Verantwortung, Mangel an Ehrgeiz und Drang nach Sicherheit sind im allge­meinen Folgen schlechter Erfahrungen, nicht an­geborene menschliche Eigenschaften”.
McGregor kam zu dem Schluß: “Leute, die von der Möglichkeit ausgeschlossen sind, bei ihrer Arbeit ihre Bedürfnisse zu befriedigen, die in ih­nen wach sind, verhalten sich genauso, wie wir es wohl voraussagen möchten: in Trägheit, Pas­sivität, Verantwortungsscheu; sie sträuben sich gegen Veränderungen, sind anfällig für Demago­gen und stellen geradezu absurde Ansprüche nach ökonomischen Vorteilen.”
genüber, die er Muster B nannte.
Rensis Liked versuchte, diesen Ansätzen kon­kreten Praxisbezug zu geben und schlug als ge­eignete Organisationsform sich überlappende Gruppen vor: Jedes ranghohe Mitglied einer Gruppe fungiert zugleich als rangniedriges Mit­glied einer hierarchisch höheren Gruppe. Damit werde der Informations-, Kommunikations- und Entscheidungsprozess transparenter und von ei­ner größeren Mehrheit getragen (Demokratisie­rung).

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