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verbundene Nachfrage

Verbundene Nachfrage liegt dann vor, wenn sich verschiedene Güter im
Absatz gegenseitig fördern.

Problem:
Bei verbundener Nachfrage ist nicht der Deckungsbeitrag der einzelnen
Leistungseinheit, sondern der eines Pakets oder eines Warenkorbs ent-
scheidungsrelevant.

Beispiel:
Die verbundene Nachfrage kann außerordentlich eng sein, etwa bei kom-
plementären Gütern, die sinnvoll nur gemeinsam einzusetzen sind (Pfeife
und Tabak, Auto und Benzin, Photoapparat und Film). Sie kann auch
sehr lockerer Natur sein, etwa dann, wenn der wegen eines Lockvogel-
Angebots durch das Kaufhaus schlendernde Kunde nicht nur die Quarz-
uhr aus dem Sonderangebot, sondern auch Obst, Käse und Wein kauft.

Unter verbundener Nachfrage versteht man das in der Industrie auftretende Phänomen, daß die Unternehmungen in der Regel die einzelnen Produktionsmittel nicht isoliert beschaffen, da die Fertigung sich nur durch die Kombination der verschiedenen Produktionsfaktoren realisieren läßt. Das optimale Einsatzverhältnis der Faktoren zueinander ist durch technische Funktionen vorgegeben. Bedeutung der verbundenen Nachfrage für die Kalkulation des Nachfragepreises: Bei verbundener Nachfrage läßt sich die Preisobergrenze für ein Kostengut nur bestimmen, wenn die Preise der anderen Kostengüter als bekannt vorausgesetzt werden. Nach der Art der Beschaffung sind hier zwei Fälle zu unterscheiden.

1. Simultaner Kauf aller Kostengüter Der Fall, daß alle Kostengüter gleichzeitig beschafft werden, trifft vor allem für Betriebe zu, die mit überwiegend proportionalen Kosten (wenig Maschinen) arbeiten. Wenn alle Produktionsfaktoren simultan benötigt und gekauft werden, läßt sich eine »passive Preispolitik. nicht realisieren. In diesem Fall muß eine retrograde Kalkulation der Produktionselemente vorgenommen werden, die von den Marktpreisen ausgeht. Da alle Elemente zeitlich gleichwer- tig sind, ist der Rechenvorgang relativ einfach.

2. Sukzessiver Kauf der Kostengüter Der häufigere (und kompliziertere) Fall ist, daß Betriebe schon ein gewisses Anlagepotential haben und nur noch als Nachfrager für Arbeitskräfte, Werk- und Hilfsstoffe auftreten; die Beschaffung der einzelnen Kostengüter fällt zeitlich auseinander. Durch Marktveränderungen kann es sein, daß z.B. Betriebsmittel im Verhältnis zum Wert des Fertigprodukts früher zu teuer eingekauft wurden und dadurch die verbleibende Spanne zu gering ist, die restlichen Kostengüter zu beschaffen. Es wird keine volle Fixkostendeckung mehr erreicht.

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