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Währungssystem

internationale Währungsordnung, Wechselkurssystem

Grundlage des Geldwesens eines Landes aus volkswirtschaftlicher Sicht. Währungssysteme mit vollständiger Deckungspflicht (gebundene Währung) waren die Goldwährung und der Gold-Devisen-Standard. Heute bestehen überwiegend in fast allen Ländern freie Währungen, bei denen keine Deckungsvorschriften für das umlaufende Geld bestehen.

Wesentliches Merkmal eines internationalen Währungssystems sind die Wechselkursregelungen. Wechselkurse bezeichnen das Auslauschverhältnis zwischen der inländischen und einer ausländischen Währung. Aus einer historischen Perspektive heraus lassen sich folgende Währungssysteme unterscheiden (vgl. Jarchow, 1989, Sp. 2213ff.):

- Klassischer Goldstandard (etwa ab 1880) mit festen Wechselkursen, die dadurch fixiert wurden, dass Goldstandardländer so genannte Goldparitäten festlegten, z.B. 1 DM = 1/2790 kg Feingold (FG) und 1 Pfund Sterling = 1/ 13657 kg FG.

- Das Bretton Woods-System mit Stufenflexibilität, welches durch die 1944 beschlossene Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstmals als ein umfassendes, weltweites Währungssystem im Rahmen eines internationalen Abkommens galt. Basierend auf den schlechten Erfahrungen der dreißiger Jahre wurde in diesem System ein größerer Spielraum für eine binnenwirtschaftliche Ausrichtung der Wirtschaftspolitik geschaffen. Dies erfolgte beispielsweise durch ein System von Sonderziehungsrechten (SZR).

- Das IWF-System mit flexiblen Wechselkursen, bei dem (in der Neufassung von 1978) das Sonderziehungsrecht die Rolle des Geldes innerhalb des IWF-Abkommens übernahm. Es stellt den IWF-Mitgliedern die Wahl des Wechselkurssystems frei; nicht zulässig war lediglich eine Bindung der heimischen Währung an das Gold. Insgesamt handelt es sich um eine nachträgliche Freigabe der Dollarkurse und einen Schritt in Richtung eines unabhängigen Floating. - Das Europäische Währungssystem (EWS) mit Blockfloating, das im März 1979 in Kraft trat mit dem Ziel der Schaffung einer stabilen Währungszone in Europa mit einer auf größere innere (Geldwert-) und äußere (Wechselkurs-) Stabilität gerichteten Wirtschaftspolitik. Wesentlicher Bestandteil des EWS war die europäische Währungseinheit ECU (Euro).

Rechtliche Grundlage für die Ordnung der Währung und der Währungsbeziehungen eines Staates.

Währungsordnung.

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