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Geldwert

Der Geldwert ist die binnenwirtschaftliche Kaufkraft des Geldes, d. h. die Menge von Gütern, die man für eine bestimmte Geldmenge kaufen kann (Binnenwert). Steigen die Preise, sinkt der Geldwert und umgekehrt. Aussenwirtschaftlich ist der Geldwert der Wert einer Währung beim Tausch in fremde Währungen (Aussenwert). Der Begriff kann also auf das Inland oder auf lmporte oder auf das Ausland bezogen werden.

Der Geldwert gibt an, welche Menge an Gütern mit einer Geldeinheit erworben werden kann, oder ganz allgemein: Inwieweit der Geldwert durch die Aktivitäten aller Wirtschaftssubjekte bestimmt wird oder durch die Geldpolitik mit ihrem Einsatz geldpolitischer Instrumente, ist ein Streitpunkt, der seit jeher die geldtheoretische Diskussion beherrscht. Nach der sog. Banking-Theorie wird das allgemeine Preisniveau einer Volkswirtschaft auf den Märkten bestimmt, und die Wirtschaftssubjekte beschaffen sich die für Umsätze benötigten Zahlungsmittel selbst; nach der sog. Currency- Theorie bestimmt die von der Zentralbank beeinflusste Zentralbankgeldmenge, insb. die monetäre Basis, die in einer Volkswirtschaft verwendete Geldmenge und damit erst das allgemeine Preisniveau. Im Kern besteht die Kontroverse zwischen der Banking- und der Currency-Theorie des 19. Jh. bis heute in Form der Kontroverse zwischen Monetarismus und Fiskalismus fort.  

Literatur: Issing, O., Einführung in die Geldtheorie, 9. Aufl., München 1993. Schmölders, G., Geldpolitik, 2. Aufl., Tübingen, Zürich 1968.

a) Innerer Geldwert: gibt die Kaufkraft des Geldes an und wird durch den reziproken Wert des Preisniveaus (p) gemessen: t /p ; er sinkt, wenn das Preisniveau steigt, so dass man für einen bestimmten Geldbetrag am Markt weniger Waren und Dienstleistungen erhält als zuvor. b) Äußerer Geldwert: gibt an, wieviel ausländische Güter man für eine inländische Geldeinheit erwerben kann:w—pA . Bei unverändertem Geldwert des Auslandes I /pA schwankt der äußere Geldwert des Inlands mit dem Wechselkurs (w in Mengennotierung, z.B. Betrag in US-$ für 1); er steigt bei einer Abwertung und sinkt bei einer Aufwertung der Inlandswährung.

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