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Wirtschaftskrisen

haben in der Industriegesellschaft besondere Bedeutung erlangt, sind aber nicht erst damit entstanden. Für ältere Zeiten waren Naturkatastrophen (Missernten, Seuchen) oder Kriege auslösendes Element, seit dem 17. Jh. tritt statt der Agrar- oder Versorgungskrise die Spekulationskrise in den Vordergrund; typisch werden z. B. der holländische "Tulpenschwindel" (1637), der "South Sea Bubble" (1718/20) in England oder der Zusammenbruch der "Banque Royal" im Zusammenhang mit dem Papiergeldexperiment von John Law (1720) in Frankreich. Auch im 19. Jh. überwiegen noch Handels- und Spekulationskrisen, zu denen auch die erste weltweite Krise von 1857/1859 oder die deutsche Gründerkrise von 1873 zu zählen sind. Mit der beginnenden Erforschung wirtschaftlicher Wechsellagen seit den 1860er Jahren zeigt sich die ‚Krise\' als herausragender Punkt eines umfassenderen —Konjunkturzyklus, bei dem sich Phasen der Depression und Prosperität scheinbar regelmässig abwechseln. An die Stelle der Krisenanalyse tritt damit die tiefergreifende Konjunkturforschung, wenngleich in Umgangssprache und typischem Erscheinungsbild (Firmenzusammenbrüche, Rückgang von Umsatz und Gewinn, steigende Arbeitslosigkeit) die ‚Krise\' innerhalb dieses Zyklus am augenfälligsten bleibt (—Weltwirtschaftskrise, —Gründerkrise).          Literatur: Schmölders, G., Konjunkturen und Krisen, Hamburg 1970. Born, K. E., Wirtschaftskrisen, in: HdWW, Bd. 9, Stuttgart 1982, S.130 ff.

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