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wirtschaftspolitische Instrumente

Eingriffsmöglichkeit der Träger wirtschaftspolitischer Entscheidungskompetenz. Die instrumentelle Wirtschaftspolitik wird üblicherweise in —Ordnungs- und —Ablaufpolitik unterteilt, wobei innerhalb der Ablaufpolitik noch zwischen globalem und strukturellem Vorgehen unterschieden wird. Die Wahl der Ordnung, die Frage nach dem dominierenden Allokationsprinzip, ob der Markt oder ein Plan bevorzugt wird, gilt als vorentschieden. Mit ihr wird der Rahmen beschrieben, innerhalb dessen die ablaufpolitischen Instrumente, gerichtet auf die angestrebten Ziele, dann eingesetzt werden. Systematisiert werden die wirtschaftspolitischen Instrumente heute überwiegend nach der vorrangigen Zielansprache. Damit wird unterstrichen, dass Wirtschaftspolitik zielorientiertes Handeln ist. Nebenwirkungen lassen sich als die ständigen Begleiter jedes Mitteleinsatzes nicht ausschliessen, allenfalls reduzieren. Sie müssen — werden sie nun sachlich wie politisch negativ oder positiv bewertet — mit in das Entscheidungskalkül einbezogen werden. In der Literatur werden zahlreiche Varianten zur systematischen Erfassung der wirtschaftspolitischen Instrumente angeboten, die sich jeweils auf instrumentelle Charakteristika beziehen. So werden einmal, vor allem von Autoren, die den Vorrang der Ordnungs- bzw. Wettbewerbspolitik betonen, die Instrumente nach dem Grad der System-(Markt-)verträglichkeit unterschieden. Von systemnotwendig (so das Kartellverbot) über systemfördernd (Starthilfen gegen Eintrittsbarrieren), systemverträglich (globalsteuernde Instrumente), systemverletzend (strukturerhaltende Subventionen) bis hin zu systemzerstörend (staatliche Preis-und Mengenregulierungen) werden die Instrumente geordnet. Nach der Eingriffsintensität in individuelle Entscheidungskompetenzen, ob sie mit Überredung (Moral Suasion in der Lohn- und. Preisbildung), mit Anreizen (Investitionsprämien) oder mit Zwang (Entlassungsverbot) arbeiten, lassen sich die Instrumente gliedern. Nach den Trägern der Entscheidungskompetenz wird in Geld- und Währungspolitik, Fiskalpolitik und Lohnpolitik unterschieden, nach der konzeptionellen Geschlossenheit in (theoretisch fundierten globalsteuernden) Interventionismus und (punktuellen, in den Preisbildungsprozess eingreifenden) Dirigismus, nach der Nachfragenähe in direkte Nachtragesteuerung (über öttentliche Investitionen), indirekte (durch Transferzahlungen) sowie im monetären "Vorfeld" der Kaufentscheidung (durch Geldmengen- und Zinspolitik) und, zeitlich der Kaufentscheidung noch weiter vorgreifend, durch Einfluss auf den Erwartungsbildungsprozess. Nach der Eingriffsebene wird unterschieden in Einzel-, Struktur- und Niveausteuerung und mit veränderter Begriffswahl in Mikro-, Meso- und Makrosteuerung.        Literatur: Teichmann, U., Wirtschaftspolitik, 3. Aufl., München 1989. Tuchtfeldt, E., Wirtschaftspolitik, in: HdWW, Bd. 9., Stuttgart u. a. 1982.

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