Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Z-Kurve

Kurve des externen Gleichgewichts — ausgeglichene Devisenbilanz — in der monetären Aussenwirtschaftstheorie. Die Z-Kurve geht auf Robert A. Mundell und J. M. Fleming zurück und stellt eine Ergänzung des binnenwirtschaftlichen Gleichgewichts (Hicks\' I5- LM-System) für die Betrachtung wirtschaftlicher Probleme offener Volkswirtschaften dar. Wie die IS- und LM-Kurve, so ist auch die Z-Kurve eine direkte Funktion des Zinses und der Einkommenshöhe; Veränderungen des ausländischen Zins- und Einkommensniveaus sowie des Wechselkurses führen zu Verschiebungen der Z-Kurve. Die Z-Kurve weist i. d. R. eine positive Steigung auf. Steigt das Einkommen, so nehmen aufgrund der Annahme über die Importfunktion die Importe zu, was zu einem Defizit in der Devisenbilanz führen würde. Damit ein neues Gleichgewicht — bei fixen Wechselkursen — erreicht wird, muss der Zins steigen, bis durch einen entsprechenden Zufluss von Kapitalimporten die Devisenbilanz wieder ausgeglichen ist. Die Kritik an diesem Modell ist vielfältig. Insbesondere wird vernachlässigt, dass es sich bei dem beschriebenen Gleichgewicht ausschliesslich um ein Stromgrössengleichgewicht handelt. Wird der Aussenbeitrag zum Kauf ausländischer Wertpapiere verwendet, so ist die Devisenbilanz zwar ausgeglichen, von einem Gleichgewicht kann jedoch, bei ständiger Zunahme des Wertpapierbestandes in den Händen der Inländer, nicht die Rede sein. Wird jedoch berücksichtigt, dass sowohl die Handelsbilanz als auch die Kapitalverkehrsbilanz ausgeglichen sein müssen, und damit der ausländische gleich dem inländischen Zinssatz sein muss, so ergeben sich aus der IS-Kurve und der Bedingung für ein Handelsbilanzgleichgewicht zwei unterschiedliche Gleichgewichtseinkommen. Diese Überdeterminiertheit des Systems kann durch eine Berücksichtigung des bereits angesprochenen Vermögenseffektes und durch die Integration. von Zinszahlungen auf ausländischen Wertpapierbesitz gelöst werden.              Literatur: Borchert, M., Das keynesianische System offener Volkswirtschaften bei fixen Wechselkursen, in: wisu, 9. Jg. (1980), S. 35 ff. Borchert, M., Aussenwirtschaftstheorie, 2. Aufl., Wiesbaden 1983, S. 172 ff. Jarchow, H.-PRühmann, P., Monetäre Aussenwirtschaft, Bd. 1, Monetäre Aussenwirtschaftstheorie, 2. Aufl., Göttingen 1988, S. 140 ff.

Vorhergehender Fachbegriff: Z-Funktion | Nächster Fachbegriff: Z-Material



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : Switchgeschäft | Junktimgeschäft | La Plata-Gruppe

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon