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Zinsterminkontrakt

(interest rate futures contract) börsengehandelter Zinsterminkontrakt, dem die Lieferung eines standardisierten Betrages eines bestimmten Wertpapiers (Certificates of Deposit, T-Bills, Treasury Notes, Treasury Bonds, Ginni Maes, Long Gilts, Bundesanleihen) zugrunde liegt. Der Käufer eines Zinsterminkontrakts geht die Verpflichtung ein, zu einem bestimmten Termin die definierte Quantität eines bestimmten Wertpapiers zu liefern oder abzunehmen. Im Regelfall erfolgt keine physische Erfüllung sondern eine Glattstellung vor Fälligkeitstermin. Zinsterminkontrakte eignen sich hervorragend als Hedginginstrument gegen Zinsrisiken, eröffnen aber auch Möglichkeiten zur Spekulation.

Interestratefutures.

(interest rate future) Finanzterminkontrakt auf zinstragende Finanzinstrumente, für kurze Laufzeiten meist auf Termineinlagen zu Interbankzinssätzen, für lange Laufzeiten auf Staatsanleihen. Der Kontrakt bezieht sich jeweils auf eine idealtypische Ausgestaltung des Instrumentes. Zinsterminkontrakte bilden die bedeutendste Gruppe von financial futures (vgl. Tab. derivative Finanzinstrumente). 1990 wurden an den Terminbörsen in aller Welt kurzfristige Kontrakte im Wert von 75,7 Mrd. US-$ abgeschlossen, darunter 39,4 Mrd. US-$ auf 3-Monats-Eurodollareinlagen. Auf idealtypische Staatsanleihen entfielen Kontrakte über 142,6 Mrd. US-$, darunter 78,1 Mrd. US-$ auf —Treasury Bond Futures. DMark-Zinssätze liegen dem Euromark Future und dem Bund Future zugrunde. Die Abwicklung erfolgt durch eine börseneigene Clearingstelle (Terminkontrakt). Die kurzfristigen Kontrakte werden insb. von Banken zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken, die langfristigen Kontrakte von Banken, institutionellen Investoren und Wirtschaftsunternehmen zur Absicherung von Rentenportefeuilles, zukünftigen Mittelaufnahmen und Positionen aus Swaps eingesetzt (Zinssicherungsinstrumente).   Literatur: Jeanneau, S., A Survey of Interest Rate Futures, in: Bank of England Quarterly Bulletin (1989), S. 388 ff.

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