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PEARSON-Bericht

nach Lester B. PEARSON (ehem. kanadischer Ministerpräsident) benannter Bericht zur Entwicklungspolitik (»Partners in Development«), der 1969 von einer internationalen Kommission unabhängiger Experten unter PEARSONs Vorsitz erarbeitet wurde. Er war Diskussionsgrundlage der
3. Welthandelskonferenz 1972 in Santiago de Chile. Der Bericht gibt zunächst eine Situationsbeschreibung der Entwicklungsländer und der Entwicklungshilfe und formuliert dann Vorschläge für die Entwicklungshilfe der 70er Jahre. Die wichtigsten Forderungen: a) Abbau der Handelsbeschränkungen gegenüber den Exporten der Entwicklungsländer; b) Erhöhung der Hilfe bis 1975 auf 1% des Bruttosozialproduktes der Industrieländer (gesamter Nettokapitalexport in die Entwicklungsländer) bzw. 0,7% (lediglich öffentliche Hilfe); c) Erleichterung privater Kapitalexporte aus den Industrieländern in die Entwicklungsländer; d) Minderung der hohen Auslandsverschuldung der Entwicklungsländer; e) Durchführung von Entwicklungshilfeprogrammen. Die Kritik am PEARSON-Bericht richtete sich schon vor seiner Veröffentlichung gegen die Zusammensetzung der Kommission, die neben einigen Wissenschaftlern aus eher konservativen Angehörigen von Bank- und Regierungskreisen der Industrieländer bestand. Die Aussagen des Berichts werden vielfach als zu optimistisch (insbes. was die Auswirkungen privater ausländischer Direktinvestitionen betrifft), als zu technokratisch und in der Zieldefinition als zu vage angesehen. Literatur: Hemmer, H.-R. (1988). Pearson, L.B. u.a. (1969)

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