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Geldexport

Syn. zu kurzfristigem Kapitalexport. Geldfaktor Akkordlohn Geldfunktionen Anforderungen, bei deren Wirksamkeit man einem Zahlungsmittel den Charakter von Geld zuschreibt. Die heute üblicherweise geforderten Geldfunktionen sind •     allgemeines Tauschmittel, •     Recheneinheit (numéraire), •     Wertaufbewahrungsmittel. Als allgemeines Tauschmittel wird Geld nur in einer marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaft mit völlig freier Preisbildung von jedermann akzeptiert. Bestehen auf den Märkten für Güter und Dienste z. B. Ungleichgewichte in Form von Nachfrageüberhängen (Warteschlangen, Lieferfristen), so werden zusätzliche Zuteilungskriterien als der Preis für die Verteilung von Gütern und Diensten zugrunde gelegt. Geld verliert in diesem Falle zumindest z.T. seine Funktion als Medium des Tausches, obgleich es weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel ist. Kommt es schliesslich zur Bildung von Schwarzmärkten, können andere Medien die Funktion des allgemeinen Tauschmittels übernehmen ("Zigarettenwährung"), die nicht gesetzliches Zahlungsmittel sind. Eine allgemeine Recheneinheit bewirkt, dass alle Tauschrelationen in einer Volkswirtschaft auf ein und dasselbe Medium bezogen werden. Ohne eine solche Recheneinheit müsste jedes Wirtschaftssubjekt bei Güterkäufen sämtliche Tauschrelationen der in seinen Begehrskreis fallenden Produkte kennen. Bei Gütern A, B und C muss dieses Wirtschaftssubjekt die drei Tauschrelationen (Port- foliotheorie) A: B, A: C und B: C kennen; bei 100 Gütern ergäben sich bereits 4950 Preisrelationen. Ohne eine allgemeine Recheneinheit muss jedes Wirtschaftssubjekt also eine Vielzahl unterschiedlicher Preisrelationen kennen, um sein Einkommen möglichst günstig auf die Beschaffung von Gütern und Diensten aufteilen zu können. Um sich über die verschiedenen Preisrelationen zu informieren, müssen Zeit und Kosten aufgewendet werden. Diese Informationskosten reduzieren sich beträchtlich, wenn man von einer Tauschwirtschaft zu einer Geldwirtschaft mit der allgemeinen Recheneinheit Geld übergeht; bei nur 100 Gütern verringert sich die Anzahl der Preisrelationen von 4950 auf 99 (das Gut "Geld" ist die Bezugseinheit), über die man sich informieren muss. Damit werden Informationskosten eingespart, die anderweitig zum Einkommenserwerb und zu Güterkäufen eingesetzt werden können. Da diese (Real-) Einkommenssteigerung auf die Einführung des Geldes zurückzuführen ist, stellt sie zugleich den produktiven Beitrag des Geldes dar. Geld ist also messbar produktiv. Die Funktion des Geldes als Wertaufbewahrungsmittel bewirkt, dass es auch über eine gewisse Zeit als Träger von Kaufkraft gehalten werden kann. Dies ist allerdings nur bei ausreichender Stabilität des Geldwertes möglich, wenn die Wahl von Umsatz- und Zahlungsterminen ohne Risiko einer Wertungleichheit gewählt werden können. In einer Inflation z.B. werden Kauftermine vorverlegt; Geld wird nicht gehalten, sondern sogleich mit seinem Eingang wieder ausgegeben, seine Umlaufsgeschwindigkeit steigt. Wird eine bestimmte Geldeinheit als gesetzliches Zahlungsmittel vom Staat proklamiert, so gilt dies im Prinzip nur für das vom Staat bzw. von der staatlichen Zentralbank (Notenbank) emittierte Geld (staatliche Theorie des Geldes nach Georg Friedrich Knapp). Das von Geschäftsbanken geschaffene Geschäftsbankengeld muss von diesen so ausgestaltet werden, dass seine Zahlungsfähigkeit dem des Zentralbankgeldes entspricht.         Literatur: Schilcher; R., Geldfunktionen und Buchgeldschöpfung, 2. Aufl., Berlin 1973.

Die wirtschaftliche Transaktion, bei der eine inländische Bank Geld im Ausland an­legt oder eine ausländische Bank im Inland ange­legtes Geld zurückruft.
vgl. Geldimport

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