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Informationskosten

sind Kosten, die für die Einholung von Informationen als Grundlage für Entscheidungen anfallen. Dies gilt für Unternehmen (Marktforschung, Berater usw.) und für Private (Information über Arbeitsstellen, Einkaufsmöglichkeiten, Geldanlagemöglichkeiten wird benötigt). Die Existenz der Informationskosten (auch als Zeit!) ist ein wesentlicher Gesichtspunkt zur Widerlegung des Modells des Homo oeconomicus.

Kosten für das Gewinnen von Informationen mit dem Ziel der Entscheidungsfundierung.

alle Kosten, die in den verschiedenen Informationsprozessen von der Beschaffung bis zur Übermittlung einer Information entstehen. Ihre Erfassung und verursachungsgerechte Zurechnung sind schwierig, da die meisten Einzelinformationen als Kuppelprodukte in komplexen Informationsprozessen anfallen. Die Bestimmung der Informationskosten ist eine wesentliche Voraussetzung für die Informationsbewertung.

Beschaffungslasten bei der Gewinnung von Kenntnissen über Sachverhalte. Sie hängen von den Maßnahmen ab, die ergriffen werden müssen, um eine Information zu erlangen. Zu diesen Informationen zählen bei Unternehmen z.B. die Kenntnis über Kosten-, Absatz- und Produktionsfunktionen, Marktverhalten der Konkurrenten; bei Haushalten z.B. die Kenntnis der Marktlage, Preise, Stellenangebote. Die Prämisse der Markttransparenz in der Preistheorie beinhaltet die unrealistische Annahme, dass den am Preisbildungsprozess beteiligten Partnern alle Informationen vorliegen. Information kann jedoch schon von ihrer Definition her nie allverfügbar sein. Sie unterliegt ebenso wie Güter einem Allokationsprozeß, ja sie kann selbst die Funktion eines wirtschaftlichen Gutes annehmen. Information existiert entweder schon und muss dann von der Quelle zum Empfänger gelangen, oder sie muss durch geeignete Maßnahmen (z.B. Forschung) geschaffen werden. In beiden Fällen impliziert sowohl die Organisation des Allokationsprozesses (welche Information wohin?) als auch der Transport der Information über räumliche und/oder zeitliche Distanz die Verwendung knapper Mittel und verursacht damit Kosten. Literatur: Alchian, A. (1970)

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