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Qualitätsquote

(in %)
Die Qualitätsquote erfasst den Anteil der Produkte an der Gesamtprodukti­on, die als fehlerfrei gekennzeichnet werden konnten. Diese Kennzahl ist somit ein Leistungsmaßstab für die Güte des Fertigungsprozesses.

Qualitätsquote



Beispiel
Ein Unternehmen produziert am Tag
3. 000 Stück eines Produkts. Bei der Endkontrolle wurde bei
2. 700 Stück kein Fehler gefunden. Die Qualitäts­quote beträgt demnach 90 %.

Qualitätsquote
Quelle
· Sowohl die Daten zu den fehlerfreien Stückzahlen als auch die Angaben zu der Gesamtproduktion sollte die Produktionsabteilung bereithalten, welche die Qualitätskontrolle am Ende des Produktionsprozesses durch­führt.
· Die Gewinnung der Daten kann entweder automatisch (durch Zählung) oder individuell (durch Berichte der zuständigen Mitarbeiter) vonstatten gehen.
Interpretation
· Die Qualitätsquote zeigt an, wie viel Produkte einen Produktionsprozess verlassen und den Qualitätsansprüchen des Unternehmens genügen. Durch aussortierte, weil fehlerhafte Produkte entstehen die gleichen Produktionskosten wie bei Erzeugnissen, die qualitativ in Ordnung sind. Mit aussortierten Produkten wird jedoch kein Erlös erzielt (Ausnahme: Produkte
2. und
3. Wahl, die über alternative Vertriebswege wie Fab­rikverkauf vermarktet werden), so dass grundsätzlich eine möglichst hohe Qualitätsquote angestrebt werden sollte.
· Interessant ist die Analyse der Qualitätsquote:
- Zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten sowie an verschiedenen Wochentagen: Auf diese Weise kann ermittelt werden, ob qualitative Unterschiede wegen der Tageszeit (vormittags, nachmittags, nachts) oder des Wochentags (sog. Montags- bzw. Freitagsprodukte) auftre­ten. Besonders die Zeiten vor und nach Pausen weisen oft ver­gleichsweise niedrige Qualitätsquoten auf.
- Bei verschiedenen Schichten: So können die Mitarbeiter besser be­züglich ihrer Sorgfalt kontrolliert und auch motiviert werden. Letzte­res wird beispielsweise dadurch erreicht, dass man eine höhere Quali­tätsquote über eine Lohnzusatzleistung honoriert.
- In festen Abständen (Zeitvergleich): Dadurch lassen sich Verschlech­terungen bei der Qualitätsquote frühzeitig erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.
Maßnahmen zur Beeinflussung
Einer sinkenden bzw. geringen Qualitätsquote kann wie folgt entgegenge­wirkt werden:
· Wartung und Reparatur der Betriebsmittel (Maschinen, Werkzeuge usw.)
· Neuinvestition in Betriebsmittel, wenn diese nicht mehr die gewünschte Qualität produzieren
· Einweisung und verstärkte Schulung der Mitarbeiter
· Schaffung eines Qualitätsbewusstseins bei den Mitarbeitern
· Einführung variabler Entlohnungskomponenten in Abhängigkeit von der Qualität
· Aufbau eines Qualitätsmanagements mit regelmäßigen Qualitätskontrol­len
· Änderung der Pausenregelung, wenn vor und/oder nach Pausen beson­ders niedrige Qualitätsquoten auftreten
· Änderung der Schichtpläne, wenn in bestimmten Schichten besonders niedrige Qualitätsquoten auftreten
Grenzen
Die Qualitätsquote misst die Qualität der Produkte am Ende des Produkti­onsprozesses und damit die Güte der marktreifen Leistung. Sie ist somit Abschlussergebnis des gesamten Produktionsvorganges, gibt aber keinen Aufschluss über den Entstehungsort von Minderqualität. Um die Qualitä­ten der Produkte auf verschiedenen Stufen des Herstellungsprozesses zu ermitteln, sollten deshalb die  Ausschussquote, die  Ausschussstruktur und die  Anlagenausbeute verschiedener Fertigungsanlagen ermittelt werden.

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